Nachruf: DSV trauert um langjährigen Vizepräsidenten Gerhard Dierich

07.08.2014 Verband

Dierich an seinem 100. Geburtstag

In der vergangenen Woche am 01.08.2014 ist Gerhard Dierich in seiner Heimatstadt Dortmund im Alter von 100 Jahren verstorben.

Der langjährige Geschäftsführer, Präsident und zuletzt Ehrenpräsident des Schwimmverbands NRW hat mit seinem Wirken viele Entwicklungen im deutschen Schwimmsport maßgeblich beeinflusst. Im Westdeutschen Schwimm-Verband, wie er damals hieß, hat er mit seinen Weggefährten die Grundlagen dafür geschaffen, was der Schwimmverband NRW heute ist.

Geboren in Breslau, verschlug es den Schlesier nach dem Zweiten Weltkrieg in den Westen. Beruflich brachte er es zum stellvertretenden Direktor der Bereitschaftspolizei des Landes Nordrhein-Westfalen.

Seine sportliche Karriereleiter begann beim TuS Linnich als Leiter der Schwimmabteilung und führte ihn über den Trainerposten bei SSC Hellas Wuppertal in die Funktionärsebene.

Im Schwimmverband NRW war Gerd Dierich von 1964 bis 1967 als Geschäftsführer tätig. 1967 wurde er dann zunächst 2. Vorsitzender, ehe er 1969 das Amt des Präsidenten übernahm, welches er bis 1985 innehatte. Für seine Verdienste ernannte der Verbandstag Gerd Dierich 1985 zum Ehrenpräsidenten.

Von 1969 bis 1975 und von 1977 bis 1983 war Dierich auch Vizepräsident des Deutschen Schwimm-Verbandes. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München trug er als Wettkampfdirektor im Schwimmen Verantwortung; bei den Weltmeisterschaften 1978 in Berlin und den Europameisterschaften elf Jahre später in Bonn war er Chef des Protokolls.

Für sein Wirken wurde Gerd Dierich mit der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Ehrenbrief des Deutschen Schwimm-Verbandes ausgezeichnet.

Zeit seines Lebens hat Gerhard Dierich sich für den Schwimmsport eingesetzt und ehrenamtliches Engagement vorgelebt. Er wird uns allen stets ein Vorbild bleiben.

(Frank Rabe, Generalsekretär Schwimmverband NRW)

 
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