Wasserball-Bundestrainer Nebojsa Novoselac im EM-Interview

24.07.2014 Wasserball, Verband

Budapest, 24.07.2014

Herr Novoselac, die Europameisterschaft geht jetzt in die entschiedene Phase, das Wasserball-Team Deutschland spielt in der Platzierungsrunde um die Plätze 7-10. Wie bewerten Sie den bisherigen Turnierverlauf?

Wir wussten, dass wir eine harte Vorrundengruppe erwischt haben - schwerer als bei jeder WM. Es war uns klar, dass wir auch Spiele verlieren werden, aber wir dürfen nicht unser Konzept verlieren. Leider hatten wir in den ersten Spielen zu hohe Leistungsschwankungen während der Spiele. Zwei gute Viertel reichen nicht zum Sieg. Aber mit dem tollen Erfolg gestern haben wir noch alle Chancen, unser Ziel zu erreichen.

Wie groß ist denn der Stein, der Ihnen nach dem Sieg gegen Russland vom Herzen gefallen ist?

Die Erleichterung über den ersten Sieg ist natürlich riesig. Und wie die Mannschaft sich den Sieg nach dem 2:5-Rückstand erkämpft hat, zeigt, dass diese Mannschaft Moral hat und intakt ist. Natürlich war es auch gestern spielerisch keine Glanzleistung, da können wir mehr. Aber die Jungs haben den Glauben nicht verloren und bis zum Schluss alles für Ihr Ziel gegeben.

Gegen Spanien ging das Vorrunden-Spiel verloren. Jetzt geht es morgen erneut gegen Spanien um die EM- und WM-Qualifikation. Welche Lehren haben Sie aus dem ersten Spiel gezogen?

Das 8:11 gegen Spanien spiegelte nicht den wahren Leistungsunterschied wider. Wir wissen, dass die Aufgabe morgen mit Sicherheit nicht leicht wird. Aber wir haben letzte Woche schon den Großteil des Spiels mithalten können. Wenn wir es jetzt schaffen, unser Potenzial über vier Viertel abzurufen und wie gegen Russland zu fighten, haben wir durchaus gute Möglichkeiten, uns den Traum von der WM in Kazan zu erfüllen.

Wie ist die Stimmung im Team? Sind alle Spieler fit?

Die Stimmung gestern war natürlich ausgelassen und erleichtert. Die Jungs wissen, dass noch nichts verloren ist und werden sich morgen voll reinhauen. Schauen Sie sich Dennis Eidner an: Er war verletzt und hat jetzt noch eine Mittelohrentzündung. Haben Sie gesehen, wie er sich gestern trotz allem aufgeopfert, für sein Team  120% gegeben und bis zum Umfallen gekämpft hat? Respekt, mit so einer Einstellung schaffen wir es auch nach Kazan!

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg gegen Spanien!

 

(Pressemeldung Wasserball-Team Deutschland)

 
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