ÜPW am Samstag: neun weitere Schwimmer zur EM nach Berlin

19.07.2014 Schwimmen, Verband

Wer als Beckenschwimmer bei der EM 2014 in Berlin an den Start gehen will, muss viermal eine Norm unterbieten. Bei den 126. Deutschen Meisterschaften muss der Beckenschwimmer im Vorlauf eine Norm erreichen, die sich am Platz 24 der WM 2013 orientiert. Die Endlauf-Norm bei den Deutschen Meisterschaften orientiert sich am Platz 16 der WM 2013 in Barcelona. Beim aktuellen Überprüfungswettkampf (ÜPW) in Essen müssen die Normen und Vor- und im Endlauf noch einmal unterboten werden, die Normen liegen allerdings 1,5 Prozent "langsamer". Der ÜPW in Essen-Rüttenscheid ist also eine Form-Überprüfung.

Bei der Form-Überprüfung in der Form des neuen ÜPW konnten am heutigen Samstag noch einmal neun Schwimmer in den Einzelwettkämpfen ihre Normen erneut unterbieten und damit dem Teil 2 der EM-Qualifikation (ÜPW) erfüllen.

Über 200m Schmetterling der Frauen konnte Franziska Hentke vom SC Magdeburg in 2:09,85 Minuten souverän alle Normen erfüllen.

Vize-Weltmeister Marco Koch vom DSW 1912 Darmstadt konnte sich über 100m Brust in 1:00,02 Minuten ebenfalls souverän für die Heim-EM in Berlin qualifizieren. Hendrik Feldwehr von der SG Essen verpasste im Endlauf des ÜPW in 1:01,43 Minuten die Norm um acht Hundertstelsekunden, hat aber über 50m Brust bereits die Normen unterboten.

Über 200m Rücken der Frauen entwickelte die EM-Qualifikation zu einer spannenden Angelegenheit. Jenny Mensing, Lisa Graf und Sonnele Öztürk erfüllten bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin und beim ÜPW in Essen alle geforderten Normen. Das bedeutete, dass beim heutigen ÜPW-Finale nach vier Läufe über 200m Rücken der Anschlag über Platz 1 und 2 entscheiden musste, da nur zwei Schwimmerinnen zur EM fahren können. Es siegte Jenny Mensing vom SC 1911 Wiesbaden in 2:10,50 Minuten. Platz zwei ging an Lisa Graf von der SG Neukölln Berlin in 2:11,12 Minuten. Das Nachsehen hatte Sonnele Öztürk von den Wasserfreunden Spandau 04 Berlin, die in 2:11,50 Minuten alle Normen erfüllte, aber Platz zwei um 38 Hundertstelsekunden verpasste. Bei den Männern konnten Jan-Philip Glania von der SG Frankfurt in 1:59,94 Minuten und Christian Diener vom Potsdamer SV in 2:00,72 Minuten die Normen erfüllen.

Über 200m Lagen der Frauen schaffte Theresa Michalak vom SV Halle souverän alle geforderten Normen zu unterbieten. Bei den Männern konnte sich Philip Heintz vom SV Nikar Heidelberg in 2:00,10 Minuten für die EM qualifizieren.

Der bereits für die EM qualifizerte Sören Meißner vom SV Würzburg 05 schaffte in 8:02,61 Minuten auch die Qualifikation über 800m Freistil. Über 1500m Freistil der Frauen entwickelte sich ein ähnliches Drama mit drei Norm-Unterbietern wie über 200m Rücken, auch wenn die Abstände nicht so knapp waren. Es siegte die bereits für die EM qualifizierte Sarah Köhler von der SG Frankfurt in 16:18,54 Minuten. Ebenfalls für das Beckenschwimmer sicherte sich Isabelle Härle von der SG Essen in 16:18,96 Minuten das EM-Ticket. Hier hatte Leonie Antonia Beck vom SV Würzburg 05 in 16:30,53 Minuten das Nachsehen, auch wenn sie alle Normen unterbieten konnte, aber "nur" Platz drei beim ÜPW belegte.

Am morgigen Sonntag endet der ÜPW in Essen. Danach wird das Team um Chef-Bundestrainer Henning Lambertz die Mannschaft für die Heim-EM in vier Wochen in Berlin nominieren.

Kleines Bild: Jenny Mensing, Siegerin über 200m Rücken, aufgenommen von Thomas Stuckert, Pressesprecher der SG Essen

(MK)

 

 

 
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