In dieser Rubrik finden Sie Berichte aus dem Masterswesen der
Landesverbände, die in loser Folge über Landesmeisterschaften,
traditionelle und internationale Wettkämpfe, Trainingsmaßnahmen und neue
Konzepte im Masterssport informieren.

DMS Masters – Landesentscheid Hamburg

Am 20. Oktober fand in Hamburg bereits zum 5. Mal der Landesentscheid der DMS Masters statt. Schon in den Vorjahren war der Andrang enorm gewesen - und auch 2013 konnte der Hamburger Schwimmverband Rekordmeldezahlen verzeichnen:  27 Mannschaften, davon 23 aus Hamburg und vier aus Schleswig-Holstein, traten im Landesleistungszentrum Dulsberg gegeneinander an, auch um sich für die Teilnahme am Bundesentscheid am 2. November in Berlin zu qualifizieren.

Wie schon die DMS der offenen Klasse, ist auch die DMS Masters jedes Jahr ein ganz besonderes Erlebnis. Ein Mannschaftswettbewerb innerhalb einer Sportart, in der doch eigentlich jeder zuerst einmal für sich alleine kämpft, spornt natürlich alle Beteiligten einmal mehr dazu an, ihre Freunde und Teamkollegen tatkräftig zu unterstützen.

Entsprechend war die Stimmung in Hamburg: einen Moment der Ruhe suchte man im Dulsbergbad an diesem Tag vergeblich. Aus allen Ecken tönte es in Richtung Becken und trieb die Schwimmer zu Höchstleistungen an. Das Punktekonto der einzelnen Teams stieg kontinuierlich an. Am Ende konnten sich drei Hamburger Mannschaften für den Bundesentscheid qualifizierten.

Für die erste Mannschaft des Hamburger SC war es beinahe ein Start-Ziel-Sieg. Bereits im Wettkampf 3 über 50 Meter Rücken setzte sich der HSC an die Spitze und sollte diese Position bis zum Ende nicht mehr abgeben. Dabei hatte das Team noch am Morgen mit Absagen und Umstellen der Mannschaft zu kämpfen.

Am Ende jedoch ging die am Beckenrand aufgestellte Strategie auf und ließ den Punktevorsprung der HSCler kontinuierlich wachsen. Mit einem Ergebnis von 19142 Punkten - knapp 2000 Punkte mehr als der zweitplatzierte - zog der HSC auf Platz fünf ins Bundesfinale ein und darf damit auf einen Platz in den Top Ten der besten 24 Mannschaften hoffen.

Die Dominanz des HSC spiegelte sich auch in den Top Ten der besten Schwimmer des Wettkampfes wieder. Immerhin drei Schwimmerinnen vom Hamburger SC waren hier vertreten.

Doreen Löwe (AK 30) schaffte es mit einer super Zeit von 29,31 über 50m Schmetterling  auf Platz 4 (974 Punkte, damit einen Punkt hinter Platz 3). Aber auch sonst ging Doreen kräftig auf Punktefang und konnte mit ihren drei Starts (50m und 100m Schmetterling, 100m Freistil) 2718 Punkte für die Mannschaft erschwimmen.

Katharina Stephan (AK 25) stand der Leistung ihrer Teamkollegin in nichts nach. Ihre drei Starts im nahezu härtesten Programm, das die DMS zu bieten hat (200m, 400m und 800m Freistil) brachten dem HSC 2714 Punkte und ihre Leistung über 800m Freistil in 9:32,91 (916 Punkte) ihr persönlich nicht nur Platz 1 in der Gesamtwertung über diese Strecke sondern auch Platz 7 in den Top Ten.

Auf dem 8. Platz der zehn punktbesten Leistungen des Wettkampfs landete Anke Klatt (AK 60) mit ihrer Leistung über 50m Rücken in 41,34 (884 Punkte). Auch durch ihren zweiten Start über die doppelte Distanz brachte Anke der Mannschaft ein weiteres Mal über 800 Punkte ein und konnte somit ebenfalls wesentlich zum guten Ergebnis des HSC beitragen.

Auch Marit Böhm (AK 35) und „Masters-Nachwuchs“ Florian Dörries (AK 20) brachten mit ihren drei Starts eine Menge Punkte auf das HSC-Konto und stellten wieder einmal unter Beweis, dass sie unverzichtbar für die Mannschaft sind.

Auch die 1. Mannschaft des SV Poseidon Hamburg konnte durch sehr gute Leistungen überzeugen. In der Endabrechnung reichte es für die Schwimmer zu 17266 Punkten und zu einem knapp errungenen zweiten Platz.

Mit Karin Eddelbüttel (AK 55) und Angela Delissen (AK 45) hatte auch der SV Poseidon zwei große Punktefänger aufgefahren. Karin startete dreimal (800m und 400m Freistil, 200m Rücken) und erschwamm bei diesem Hammerprogramm sage und schreibe 2857 Punkte. Die 900er Marke brach sie bei jedem ihrer Starts. Angela startete ebenfalls dreimal (200m und 400m Lagen, 400m Freistil) und erschwamm weitere 2465 Punkte. Doch auch alle weiteren Teilnehmer schlugen sich tapfer und konnten mit sehr guten Leistungen aufwarten.

Nur knapp hinter dem SV Poseidon erreichte die 1. Mannschaft der SGS Hamburg mit 17102 Punkten Platz drei. Auf Bundesebene ziehen die Poseidonen damit auf Platz 14 in den Bundesentscheid ein, für die SGS Hamburg reichte es für eine Qualifikation auf Platz 16.

Im Team der SGS waren es vor allem Ina Matysiak (AK 25), Volker Windeck (AK 35) und Larysa Wassmann (AK 35), die der Mannschaft eine Menge Punkte einbrachten. Für Ina (Platz 5 mit 29,40 über 50m Schmetterling und 966 Punkten) und Volker (Platz 10 mit 24,89 über 50m Freistil und 865 Punkten) reichte es sogar für einen Platz in den Top Ten der besten Schwimmer der Veranstaltung.

Insgesamt konnte Ina 2659 Punkte für ihre Mannschaft über ihren drei Strecken (50m und 100m Schmetterling, 100m Freistil) holen, Volker brachte es immerhin auf 2341 mit seinen Starts über 200m, 100m und 50m Freistil. Larysa absolvierte das Hammerprogramm von 200m, 400m und 800m Freistil und konnte mit drei hervorragenden Zeiten 2329 für ihre Mannschaft erschwimmen.

Die DMS Masters sind traditionell die Zeit der Deutschen Mastersrekorde. Am vergangenen Wochenende regnete es diese zwar nicht in großen Mengen in Hamburg - das sparen sich die Schwimmer wohl für den Bundesentscheid auf. Aber einen Rekord gab es doch: Curt Zeiss (AK 80) vom AMTV-FTV Team Rot brach in 44,37 Sekunden über 50m Schmetterling den bestehenden Deutschen Altersklassenrekord und sicherte seiner Mannschaft damit 1002 Punkte - und sich selbst den Sieg in der Gesamtwertung der punktbesten Leistungen des Wettkampfes. Herzlichen Glückwunsch! Damit beweist Curt einmal mehr, dass auf ihn in dieser Hinsicht wirklich Verlass ist.

Nun ist zu hoffen, wenn es für die Teams des HSC, des SV Poseidon und der SGS Hamburg heißt: „Auf nach Berlin!“, dass alles nach Plan läuft. In der Berliner SSE wird dann sicher doch noch der eine oder andere Rekord fallen. Hoffentlich auch durch einige unserer Schwimmer, tatkräftig unterstützt durch die Hamburger Fraktion!

Désirée Heintz

DMSM Landesentscheid Hessen

SV Gelnhausen gewinnt den DMS Masters Landesentscheid Hessen.

Dieses Jahr wurde der DMS Masters Landesentscheid in Hessen am 06. Oktober vom TSV Kirchhain ausgerichtet. Der Ausrichter organisierte die Veranstaltung sehr gut und kümmerte sich hervorragend – auch um das leibliche Wohl der Masters mit leckeren Kuchen und herzhaften Gerichten. 11 Hessische Masters-Teams hatten gemeldet. Leider musste die SSG Bensheim krankheitsbedingt ihre Mannschaft kurzfristig zurückziehen.

 Die Führung wechselte ständig. Alle Vereine hatten sich hervorragend vorbereitet. So herrschte eine sehr gute Stimmung im Bad und die Mannschaftskollegen wurden lautstark angefeuert. Schnell kristallisierten sich vier Mannschaften heraus, die Titelambitionen hatten und zwar SCW Eschborn, SV Gelnhausen, SG Frankfurt und Bad Homburger SC.

Am Schluss hatte der SV Gelnhausen die Nase vorn und siegte mit 16.778 Punkten vor SCW Eschborn mit 16.105 Punkten, der die letzten drei Jahre gewonnen hatten und der SG Frankfurt mit 15.855 Punkten.

Die beste Einzelleistung erzielte bei den Frauen Monika Hirte (AK 25, SCW Eschborn) über 50 Meter Freistil in 27,11 Sekunden (936 Punkte) und bei den Männern Peter Kleiner (AK 50, Bad Homburger SC) über 200 Meter Rücken in 2:30,02 Minuten (902 Punkte).

Hier die Ergebnisse DMS Masters Hessischer Vorkampf im Einzelnen:

1.            SV Gelnhausen                    16.778 Punkte
2.            SCW Eschborn                     16.105 Punkte
3.            SG Frankfurt                        15.855 Punkte
4.            Bad Homburger SC               15.044 Punkte
5.            EOSC Offenbach                   12.945 Punkte
6.            WF Fechenheim                   12.895 Punkte
7.            SG Wetterau                        12.345 Punkte
8.            TV Groß-Gerau                     12.255 Punkte
9.            SKV Mörfelden                      11.320 Punkte
10.          Erster Sodener SC                10.710 Punkte

Herzlichen Glückwunsch zu den starken Leistungen!

Die einzelnen Ergebnisse können auf der Homepage des HSV (www.hessischer-schwimm-verband.de) abgerufen werden.

Astrid Hegemann

Mastersbeauftragte des Hessischen Schwimmverbandes

Hessische Meisterschaften der Masters

Im wunderschön gelegenen Freibad in Bad Soden (Taunus) wurden am 02. und 03.06.2012 die Hessischen Meisterschaften der Masters durchgeführt. An den Start gingen 45 Vereine und Startgemeinschaften (im Vorjahr 40) mit 262 Sportlern und 831 Starts. Eine deutliche Zunahme gab es bei den Staffeln (von 61 in 2011 auf 70).

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Offene Landesmeisterschaften der Masters des Landesschwimmverbandes Brandenburg

Hatten die Masters aus dem Bundesland Brandenburg im Jahr 2011 noch eine Startmöglichkeit bei einer Meisterschaft der Jugend erhalten, so konnte in diesem Jahr eine eigene Meisterschaft in Fürstenwalde ausgetragen werden.

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NRW Meisterschaften der Masters mittlere und lange Strecken

10. und 11. März 2012 in Hamm 

Herausragender Wettkämpfer bei den NRW-Meisterschaften mittlere und lange Strecken der Masters war Peter Kauch vom SV Gladbeck 13. Rainer Opitz, NRW Sachbearbeiter für Masterssport, berichtet von den Landesmeisterschaften in Hamm.

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Interview mit Gerhard Grosser

Internationaler Masters-Schwimmcup Dachau
11. Februar 2012

 

Gerhard Grosser, Sie sind 84 Jahre alt und haben soeben in erstaunlichen 1:45.97 Minuten über 100 Meter Freistil die Goldmedaille in Ihrer Altersklasse geholt. Sind Sie zufrieden mit Ihrer Zeit? 

Und wie! Es ist mein erster Wettkampf seit zehn Monaten. Im April vor einem Jahr hatte ich eine schwere Herzoperation. Ich musste mir vier Bypässe und eine neue Klappe einpflanzen lassen. Dass ich heute so solide geschwommen bin, freut mich enorm.

 

Mit Startsprung und Rollwende?

Mit Startsprung, klar! Rollwende mache ich keine. Ich stosse nach der Wende normal ab und beginne dann sofort mit Kraulbeinschlag.

 

Weiss Ihr Arzt, dass Sie Wettkämpfe schwimmen?

Freilich. Er selbst war es, der mir den Stempel zur Sporttauglichkeit reingedrückt hat. Ohne diesen dürfte ich an keinem Wettkampf starten. Ich war gespannt zu erfahren, ob ich dank der neuen Herzklappe und Bypässe mehr Schnauf hätte als früher.

 

Und wie lautet die Erkenntnis?

Ich hatte nicht mehr Luft, bin aber im Vergleich zu früher mit Köpfchen geschwommen. Jahrelang zog ich einfach wie ein Ochse. Heute gelang es mir, von Anfang bis zum Ende kraftvoll und doch gefühlvoll abzudrücken. Schön, dass man sich auch im hohen Alter technisch noch verbessern kann, nicht?

 

Klingt, als würden Sie schon Ihr ganzes Leben um Medaillen schwimmen.

Ich habe erst mit 60 Jahren überhaupt mit dem Schwimmsport angefangen. Als ich einmal im Hallenbad war, sprach mich ein Bademeister an und fragte mich, ob ich mich nicht der Seniorengruppe anschliessen wolle. Da ging ich hin. Davor hatte ich nie Zeit für Sport. Erst kam der Wehrdienst, dann erlebte ich die Zeit der Besatzung, anschliessend folgten Kinder und Karriere. In meinen besten Jahren als etwa 70-Jähriger wurde ich Vize-Weltmeister über 5 km Open Water. Das war 1998 in Casablanca. Dazu kommen mehrere Europameister-Titel.

 

Haben Sie damals sehr intensiv trainiert?

Intensiv würde ich das nicht nennen. Ich ging und gehe heute noch zwei bis drei Mal pro Woche zum Training. Mittlerweile beschränken sich meine Umfänge jedoch auf 1000 bis 1500 m.

 

Wie sieht es mit Verletzungen aus?

Ich hatte an beiden Schultern schon mehrere Operationen, weshalb ich kein Delfin mehr schwimmen kann. Aber in unserem Alter ist man schon zufrieden, wenn der Arzt grünes Licht für einen Wettkampf gibt und man diesen in Würde zu Ende schwimmen kann.

 

Im Laufe Ihrer Karriere haben Sie bestimmt einige Reglementänderungen und auch die Ära der hyperschnellen Anzüge erlebt. Haben Sie alles mitgemacht?

Ich schwamm immer nur in einer normalen Badehose. Am stärksten von den Änderungen betroffen waren die Unterwasserphasen, vor allem auf den Delfin- und Bruststrecken. Da ich im Wettkampf aber nur Rücken- und Freistil schwimme, musste ich mich nie groß anpassen. Für lange Tauchphasen fehlt mir sowieso die Luft. Bei den Jungen mögen sich Wettkämpfe in der Unterwasserphase entscheiden. Bei uns Alten hingegen zahlt sich eine vernünftige Einteilung der Strecke viel eher aus.

 

Gerhard Grosser (84) vom VfL Nürnberg schwamm am Masters-Schwimmcup in Dachau auch über 50 m Freistil sowie 50 und 100 m Rücken zu Gold in seiner Altersklasse.

 

Interview und Foto: Regina Senften

30. Zwickauer Seniorenschwimmfest

5. November 2011, Schwimmhalle Flurstraße 

Das Seniorenschwimmfest des SV Zwickau 04 hat am 5. November 2011 im Rahmen der 9. Seniorenspiele des Kreisportbundes Zwickau ein Jubiläum gefeiert. Zur 30. Auflage kamen 121 Aktive, aus 23 Vereinen und fünf Bundesländern in die 25 Meterhalle der Flurstraße in Zwickau. Vor Beginn der Schwimmwettkämpfe begrüßte Jens Juraschka, Präsident des Kreisportbundes Zwickau, sowie der Zwickauer Bäder-Chef Frank Seidel die Teilnehmer. Christel Valenta, Karl-Friedrich Rau und Joachim Ullrich wurden mit der Ehrenplakette des Landessportbundes Sachsen ausgezeichnet. 

Anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Seniorenschwimmfest in Zwickau“ hatte sich der SV Zwickau 04  etwas besonders einfallen lassen. In Würdigung ihrer Verdienste  über viele Jahre gab es für zwölf Organisatoren und Kampfrichter eine Vereins-Medaille: Leonore Heiland (Schwimmrichterin), Christoph Kraus (Sprecher), Joachim Ullrich (Starter), Christel Valenta (Seniorenwartin), Wilfried Wagner, Frank Haucke, Karl-Friedrich Rau (alle Organisation), Hannelore Haucke, Friedegard Schürer, Christa Wiegner, Eva Watzek (alle Auswertung), und Daniel Oelschlegel (Technik) erhielten die geschmackvoll gestaltete Medaille. 

Älteste Teilnehmer der 30. Auflage in Zwickau waren bei den Frauen Anneliese Pöker mit 90 Jahren und bei den Männern Eberhard Trinks und Karl Röhner mit 78 Jahren, alle von Blau-Weiß Gersdorf. Sie erhielten einen Blumenstrauß. Ebenfalls mit Blumen wurden zwei erfolgreiche Teilnehmer an den diesjährigen Masters Europameisterschaften in Jalta/Ukraine geehrt: Gisela Gruner (Blau-Weiß Gersdorf), zweifache Europameisterin über die Bruststrecken, sowie Frank Hesbacher (Stadtwerke München) für drei Europameistertitel. 

Geschwommen wurde aber auch in Zwickau, mit 24 Teilnehmern war der Veranstalter SV Zwickau 04  mit 27 ersten, neun  zweiten und elf dritten Plätzen die erfolgreichste Mannschaft. Auf den zweiten Platz in der Mannschaftswertung kam der SC Chemnitz 1892, den dritten Platz belegte Einheit Süd Chemnitz. Dabei holten die 04er Frank Trommler (AK 30) und Frank Martin (AK 45) in  ihren Altersklassen jeweils fünf Siege, gefolgt von Sabine Säurich (AK 45) mit vier Siegen, Christel Valenta (AK 55), Gudrun Geßner (AK 55) und Ursula Schuhmann (AK 75) mit je zwei Siegen. 

In den Staffelwettbewerben über 4x50 Meter Freistil der Frauen und Männer belegte der SV Zwickau fünf erste Plätze in den Altersklassen von über 120 Jahre bis 280 Jahre. Der ESV Lok Zwickau  belegte acht erste Plätze. Erfolgreiche Starter waren hier Anja Weiß, Susan Gündel und Dorit Schellenberg. Von Chemie Zwickau war Günter Gebhard (AK 70) über die Bruststrecke erfolgreich. 

In der Pause zwischen den Schwimmwettbewerben  erfreuten uns die Synchron-Schwimmerinnen des SV Zwickau mit einer  gelungenen Einlage. Am Abend nach den Schwimmwettkämpfen fand im „Brauhaus“ Zwickau die Siegerehrung mit Vereinsvergnügen statt. Die große Zwickauer Schwimmsportgemeinde freut sich riesig über den erfolgten Baubeginn der neuen 50 Meterhalle in Zwickau-Schedewitz. Im Herbst 2013 hoffen wir, die 32. Auflage des Zwickauer Seniorenschwimmfestes in der neuen Schwimmhalle durchzuführen.

(kfr)

Hessische Kurzbahnmeisterschaft der Masters

12. November 2011, Gudensberg (25 Meter) 

Top Leistungen bei der HM-Kurzbahnmeisterschaft der Masters 

Deutlich mehr Teilnehmer als in 2010 strömten zur 2. Hessischen Kurzbahnmeisterschaft der Masters in das renovierte Bad der Gudensberger SG nach Nordhessen. Die Gudensberger richteten die Meisterschaften sehr gut aus und kümmerten sich auch um das Wohl der Masters mit leckeren Kuchen und herzhaften Speisen. 

Geschwommen wurden alle 50 und 100 Meter Strecken, dazu noch zwei Mixed-Staffeln über 4x50 Meter Freistil und 4x50 Meter Lagen. Über jede Strecke wurde der Titel „Hessischer Mastersmeister Kurzbahn“ vergeben. Darüber hinaus wurde die/der beste Mehrkämpfer/in pro Altersklasse ermittelt. Hierzu musste jede/r Mastersschwimmer/in mindestens dreimal schwimmen, denn die besten drei Strecken, bewertet nach der DSV-Masters-Punktetabelle, kamen in die Wertung. Geehrt wurden jeweils die drei Erstplatzierten am Ende der Veranstaltung. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. 

Die punktbeste Leistung im Mehrkampf bei den Männern erzielte Andreas Meuser (AK 20, SV Gelnhausen) mit 2.455 Punkten (50 Meter Rücken 800 Punkte, 100 Meter Freistil 844 Punkte, 100 Meter Lagen 811 Punkte). Bei den Frauen ging die punktbeste Leistung an Ursula Fröhlich (AK 75, Rheingauer SC) mit 3.002 Punkten (100 Meter Freistil 1.095 Punkte, 100 Meter Lagen 1.013 Punkte, 50 Meter Freistil 894 Punkte). 

Nach der krankheitsbedingten Absage von Annelie Fromm (AK 85) war die älteste Teilnehmerin bei den Frauen Ursula Fröhlich in der Altersklasse 75, bei den Männern Hans Schlott in der Altersklasse 80 von den SC Wasserfreunden Fulda. Die beiden wurden vom 1. Stadtrat der Stadt Gudensberg und Stefan Sonnenschein, Vizepräsident des Hessischen SV entsprechend beglückwünscht und erhielten eine nordhessische Wurstspezialität. 

Alle anderen Ergebnisse der Sieger und Platzierten können unter www.hessischer-schwimm-verband.de abgerufen und eingesehen werden.

 

Astrid Hegemann
Mastersbeauftragte des Hessischen Schwimmverbandes

DMS Masters 2011 - Landesentscheid Niedersachsen

08. Oktober 2011, Hildesheim (25 Meter)

Wie bereits seit mehreren Jahren wurde der Landesentscheid und Qualifikationswettkampf zur DMS der Masters 2011 im LSV Niedersachsen in Hildesheim durch die Eintracht ausgerichtet. In den letzten Jahren hatte sich dabei herausgestellt, dass immer weniger Vereine in der Lage waren, die geforderten Altersklassen, die Geschlechterverteilung und die maximale Startzahl pro Aktiven unter einen Hut zu bekommen. Sechs Mannschaften im letzten Jahr waren dabei ein trauriger Höhepunkt.

Weder von der Wettkampfdurchführung noch vom finanziellen Standpunkt aus machte der Qualifikationswettkampf zur DMSM so einen Sinn. In diesem Jahr ist der LSN daher einen neuen Weg gegangen. In einem Doppelwettkampf wurde ein Qualifikationswettkampf zur DMSM mit einem analog durchgeführten Landesmannschaftswettbewerb der Masters mit entschärften Bedingungen kombiniert. Dabei wurden im Wechsel immer Qualifikationswettkampf und LMSM durchgeführt. Das Kampfgericht wurde aus beiden Wettkämpfen bestückt, so dass genügend Kampfrichter bei 6 Mannschaften in der Quali und 5 im LMSM zusammen kamen.

Sieger der Qualifikation war der Bremer SC vor Waspo Nordhorn, W98 Hannover und dem Gastgeber Eintracht Hildesheim, die alle um 18000 Punkte oder besser waren. Deutlich weniger stark waren die Vereine im LMSM hier schaffte die beste Mannschaft TSV Quakenbrück 14377 Punkte und war damit noch knapp 2000 Punkte stärker als die letzte Mannschaft im Qualifikationswettbewerb.

Für den LSN lässt sich abschließend feststellen, dass durch den Doppelwettkampf eine weitere

Durchführung der Qualifikation in Niedersachsen möglich ist!

Autor: Florian Battermann
Sachbearbeiter Masters, LSN

DMS Masters 2011 - Landesentscheid Bayern

23. Oktober 2011, Würzburg (25 Meter)

Würzburg...wir kommen...in einem (1) Bus...

Das war der Plan der „Süd“-Mannschaften. Günter Hammerl - Mastersbetreuer bei der SG Stadtwerke München hatte einen Bus organisiert und eingeladen, mitzufahren. Neben der SG aus München nahmen die beiden Mannschaften aus Regensburg, die Auswahl aus Ergolding und Susanne Ranner (Fachwartin Masters in Bayern) die Einladung gerne an.

Auf der langen Fahrt war genügend Zeit zum Schlafen, Kennenlernen, für Fachgespräche... und nicht zuletzt für die Vorbereitung des Wettkampfes. Bei den Regensburgern fehlten noch zwei Schwimmer. Sie hatten weder zu- noch abgesagt. Ob sie noch kommen würden? Rosi Calmus (SC Regensburg) „strickte“ zur Sicherheit noch einen Plan B. Müssen bzw. können wir das Meldeergebnis nochmal erstellen (zwei statt drei geplante Läufe)? Diese Fragen konnten erst vor Ort geklärt werden.

In Würzburg angekommen, ging‘s für die Teilnehmer gleich zu Einschwimmen. Die Begrüßung des Organisationsteams war herzlich - alles war sehr gründlich vorbereitet. Susanne Ranner prüfte zuerst die mögliche Neuerstellung des Meldeergebnisses für 10 Mannschaften - kurze Besprechung mit dem Protokollteam und dem Schiedsrichter - „Ja - können wir schon machen!“ war die Aussage von Wolfgang Reble und Alexander Weimer. „30 Minuten verzögerter Beginn. Aber dann Zeitgewinn für die Veranstaltung“. Ok - gesagt - mit der Umsetzung begonnen...

10:55 Uhr. Die Tür des Hallenbades geht auf - zwei Schwimmer betreten die Halle. „Schwimmt Ihr für Regensburg?“ - „Ja“.... Susanne flog (gefühlt) in die Schwimmhalle - Mannschaftsbesprechung der Regensburger - der Beschluss: „Alle sollen schwimmen - klar!“ - Kommando zurück - drei Läufe - Durchsage: „Alles auf Anfang - Wettkampfbeginn 11:15 Uhr - drei Läufe, die Mannschaften sind komplett.“ - Abbruch der Umstellung - die alte Version war noch auf einem USB-Stick vorhanden - puh - Applaus. Susanne Ranner begrüßte die Mannschaften - die Mannschaftsführer erhielten für ihre Vorarbeit ein Masters-Handtuch. Dann konnte es losgehen.

Die Stimmung in der Halle war hervorragend. Die Wettkämpfe - erstmals nach Meldezeit gesetzt - sehr spannend.

Nach den ersten vier Wettkämpfen war die 1. Mannschaft der SG Stadtwerke mit 407 Punkten auf Platz 1, der zu keiner Zeit gefährdet war.  Frank Hesbacher (AK 60 S,TW München 1) holte über 200 Meter Freistil 814 Punkte in 2:27,61 Minuten, Luise Knöpfle (AK 70, STW München 1 ) über 100 Meter Brust in 1:42,82 Minuten 842 Punkte.

Im Wettkampf 4 über 100 Meter Schmetterling ging die höchste Punktzahl an Karin Schubert (AK 20, Delphin 77 Herzogenaurach):  838 Punkte für wenige 1:07,76 Minuten. Auf den Plätzen 2 bis 11: nur minimale Abstände - die Reihenfolge wechselte nach jedem Wettkampf. Über 200 Meter Lagen (WK 5) erreichte Michael Platz (AK 55, STW München 1) in  2:44,23 Minuten 834 Punkte.

Über 800 Meter Freistil  (WK 6) holte  Alexei Zverev (AK 50, STW München 1) in 10:01,95 Minuten die meisten Punkte: 873. Laura Hiesinger (AK 25, SC Regensburg 1) erhielt für 9:55,60 Minuten sehr gute 854 Punkte und brachte ihre Mannschaft somit auf Platz 2. Im Wettkampf 7 nutzte Ulrich Lassak (AK 70, SG Ergolding/Landau) die Gelegenheit seine Mannschaft nach vorne zu bringen. Für 50 Meter Brust in 0:39,26 Minuten holte er 867 Punkte und Platz 2 für die Mannschaft. Regensburg 1 rutschte auf Platz 3. Der Vorsprung der 1. Mannschaft der SG aus München weitete sich auf 1000 Punkte aus. Im Wettkampf 11 - 400m Freistil - holte Anja Hanz (AK 35) für die STW München 1 in 4:46,95 Minuten hervorragende  862 Punkte.

Am Ende des 1. Abschnitts stellte sich das Zwischenergebnis wie folgt dar: In Führung die SG Stadtwerke München mit 9414 Punkten. Die 1. Mannschaft aus Regensburg erreichte Platz 2 mit 7646 Punkten. Auf dem „Bronze“-Platz  fand sich der SC aus Ergolding/Landau mit 7546 Punkten - nur 100 Punkte Abstand zu Platz 2!  Die Abstände zwischen den Plätzen 4 bis 11 eher unbedeutend - hier war noch nichts entschieden.

Im 2. Abschnitt wechselten die Mannschaften munter die Plätze. Zu den „Über-800-Punkte-Erschwimmern“ zählte auch Uschi Wallitsch (AK 50, SC Regensburg 1). Ihr 200-Meter-Rücken-Ergebnis  in 2:56,39 Minuten wurde mit 814 Punkten belohnt - die Mannschaft kam wieder auf Platz 2. Ihr Mannschaftskamerad Stefan Baumgärtl (AK 55) sicherte über 50 Meter Freistil in 0:27,51 Minuten mit  852 Punkten den 2. Platz ab.

Über 200 Meter Brust brachte Andreas Kergaßner (AK 25) seine Mannschaft vom  Delphin 77 Herzogenaurach unter die 800-Punkte-Kandidaten. Er bekam für hervorragende 2:27,54 Minuten 825 Punkte. Seine Mannschaft rutschte nach oben auf Platz 7. Luise Knöpfle (AK 70, STW München 1) erreichte die höchste Punktzahl der Veranstaltung. Sie benötigte für die 200 Meter Brust nur 3:39,67 Minuten und wurde mit  914 Punkten belohnt.

Karin Schubert (AK 20) punktete auch im 2. Abschnitt für den Delphin 77 Herzogenaurach, der zum ersten Mal bei der DMSM dabei war.  Ihre 0:30,56 Minuten waren  887 Punkte wert - die Mannschaft jetzt auf Platz 6.  Alexei Zverev (AK 50, STW München 1) holte im vorletzten Wettkampf über 400 Meter Freistil in souveränen 4:51,04 Minuten 818 Punkte.

Der Endstand:

1. STW München 1                 18465

2. SC Regensburg 1               15572

3. SG Ergolding/Landau         15086

Die 1. Mannschaft der SG Stadtwerke qualifiziert sich somit für den Endkampf in Wuppertal am 05.11.2011. Die Abstände zwischen den Plätzen 4 bis 11 zeigen die Leistungsdichte in den Mannschaften und lassen auf die hervorragende Stimmung schließen.

4. STW München 2 14755

5. SG Bamberg  14662

6. SB Delphin 03 Augsburg 13483

7. Delphin 77 Herzogenaurach 13481

8. DJK Würzburg 12509

9. TSV 1860 Ansbach 12410

10. TV 1860 Immenstadt 11168

11. SC Regensburg 2 10859

Mit der Nordveranstaltung konnte der ein oder andere „Newcomer“ gewonnen werden. In Zukunft wird die Veranstaltung alternierend im Norden und Süden Bayerns stattfinden. Es gibt bestimmt auch eine Busverbindung von Nord nach Süd!

Susanne Ranner
Masters-Fachwartin in Bayern

Alexej Zverev (AK 50, Stadtwerke München) in Aktion

DMS Masters 2011 - Landesentscheid Berlin

22. Oktober 2011, Berlin (25 Meter)

Der Landesentscheid Berlin der DMS Masters 2011 wurde dieses Jahr am 22. Oktober im Kombibad Seestraße auf 5 Bahnen ausgetragen. Da in unserer „Profi“-Schwimmhalle im Europasportpark Berlin die Schwimm-Elite beim Arena-Worldcup versammelt war, mussten wir im Vorfeld nach einer räumlichen Alternative suchen und auch einige kleine Unzulänglichkeiten wie z.B. das Nichtvorhandensein der Bodenlöcher für die Rückenfähnchenleine auf der Wendeseite in Kauf nehmen; gemeinsam mit dem ausrichtenden Verein Berliner Wasserratten wurde jedoch akzeptabel improvisiert, so dass dem geregelten Ablauf des Wettkampfes nichts im Wege stand.

10 Mannschaften gingen an den Start und schwammen neben der Qualifikation im Deutschen Mannschaftswettbewerb den Landesmannschaftsmeister Berlin aus. Gewonnen hat die Mannschaft der SG Neukölln I mit 20.043 Punkten - bundesweit die höchste Punktzahl aus den Landesentscheiden! Auf die Plätze zwei und drei kamen die Mannschaften des BSC Robben (18.482 Punkte) und der SG Schöneberg Berlin (17.865 Punkte), die sich damit ebenfalls für das Bundesfinale am 5. November in Wuppertal qualifiziert haben.

Für die herausragenden Einzelergebnisse der Veranstaltungen sorgten Brigitte Merten (SG Neukölln) und Ute Romberg (BSC Robben). Brigitte Merten schwamm in der Altersklasse 65 über 100 Meter Schmetterling in 1:24,73 Minuten einen neuen Weltrekord und über 100 Meter Lagen in 1:23,05 Minuten einen neuen Europarekord. Ute Romberg verbesserte in der Altersklasse 50 den Europarekord über 100 Meter Rücken auf 1:12,99 Minuten sowie den deutschen Rekord über 200 Meter Rücken auf 2:40,88 Minuten.

Unsere Berliner Finalisten zeigten gute Form und werden bei den Berliner Kurzbahnmeisterschaften am 30. Oktober nochmal die Chance wahrnehmen, zur „Generalprobe“ auf die Startblöcke zu steigen (dann unter optimalen Bedingungen in der SSE), um für das Bundesfinale bestens vorbereitet zu sein.

Sabine Schulz
Verantwortliche für Masterssport, Berliner Schwimmverband

Die Berliner Siegermannschaft der SG Neukölln zieht mit 20043 Punkten als Favorit ins Bundesfinale ein

DMS Masters 2011 - Landesentscheid Baden-Württemberg, Südwest, Saarland

16. Oktober 2011, Brühl (25 Meter)

Am vergangenen Sonntagmittag, 16. Oktober 2011, fand im Brühler Hallenbad der Vorkampf der deutschen Mannschaftmeisterschaften der Masters 2011 für die Region Baden-Württemberg, Südwest und Saarland statt. Ausrichter war im jährlichen Wechsel zwischen Baden und Württemberg in diesem Jahr wieder der badischen Landesverband und hier der SV Hellas Brühl. Das Hellas Organisationsteam hatte sich im Vorfeld der Veranstaltung erneut alle Mühe gegeben, den teilnehmenden Mannschaften beste Wettkampfbedingungen zu bieten, in schwimmsportlicher wie in kulinarischer Hinsicht.

Für diesen Wettkampf hatten sich 14 Mannschaften mit über 180 Teilnehmern beim Ausrichter angemeldet. Aus Württemberg kamen die Vereine  TG Biberach, SV Bietigheim, SG Glems, SV Cannstatt, SV Vaihingen. Aus Baden die Vereine  SV Nikar Heidelberg, SV Hellas Brühl. Aus dem Saarland die SSG Saar Max Ritter und aus Rheinland-Pfalz der SV Mainz, SG Ingelheim, Ludwigshafener SV, SSV Offenbach/Qu. WSV Speyer und SG Worms. Alle diese Vereine hatten ihre besten Mastersschwimmer und -schwimmerinnen gemeldet, die in 24 Einzelwettbewerben in allen 4 Schwimmarten und Distanzen bis zu 800 Meter hart und engagiert um die Leistungspunkte kämpften.

Der WSV Speyer, beständiger Teilnehmer an den Endkämpfen der vergangenen Jahre, hatte mit Dr. Barbara Gellrich( AK 50), Karl Hauter( AK 85) und Thomas Ligl (AK 50) drei absolute Topleute in seinen Reihen, die bereits in den vergangenen Jahren mehrere Welt-, Europa- und deutsche Rekorde in ihren Altersklassen erkämpft haben und derzeit teilweise noch halten. Aus der süddeutschen Wasserball-Hochburg Bad Cannstatt war erstmals eine sehr starke Mannschaft angereist, die ihre Wasserball-Qualitäten ins reine Schwimmerische bestens umsetzte. Das Saarland schickte die Mannschaft der SSG Saar Max Ritter ins Rennen, ebenfalls ein vielfacher Endkampfteilnehmer.

Somit war von Anfang an die Verteilung der Platzierungen gegeben. Beweis: bereits im ersten Wettkampf über 200 Meter Freistil schwamm Dr. Barbara Gellrich in 2:16,44 Minuten einen neuen Europarekord. Der WSV Speyer setzte sich mit dieser Leistung an die Tabellenspitze und gab diese bis zum Ende nicht mehr ab. Stets dicht auf den Versen von Speyer blieb der SV Cannstatt, der unter anderem in der Disziplin 200 Meter Lagen durch Dr. Klaus Spranz (AK 50), in 2:24,78 Minuten einen neuen Deutsche Altersklassenrekord aufstellte. Die Mannschaft der SSG Saar Max Ritter glänzte zwar mit keinem neuen Rekord, ihre Schwimmer und Schwimmerinnen lagen aber leistungs- und punktemäßig stets ganz knapp hinter den beiden vorgenannten Vereinen.

Doch es fielen noch zwei weitere deutsche Altersklassenrekorde: Andreas Jenke (AK50) von SV Bietigheim schwamm über 200 Meter Rücken in 2:29,06 Minuten einen neuen deutschen Rekord und entriss dem Hellas Schwimmer Peter Hoberg die seit fünf Jahren bestehende Bestmarke. Den Rekord-Schlusspunkt setzte nochmals Dr. Barbara Gellrich, Speyer. Sie verbesserte die bestehende Bestmarke über 100 Meter Schmettern in 1:12,59 Minuten um ganze 1,50 Sekunden.

Für die Masters des Gastgebers SV Hellas Brühl war dieser Wettkampf wieder ein Beweis dafür, dass durch ständiges Training kontinuierliche Leistungssteigerungen programmiert sind. Im Jahre 2004 hat das Team erstmals an dem Wettbewerb teilgenommen und 8829 Punkte erreicht. Jetzt, im Jahre 2011, also bei der achten Teilnahme, erkämpfte die Mannschaft 12782 Punkte. Reihenweise verbesserten die Hellas Masters ihre persönlichen Bestzeiten.

Dank der guten Organisation und der perfekten Leitung des Schiedsrichter- und Kampfrichter-Teams wurde die Veranstaltung bereits um 18.10 Uhr beendet, und die Mannschaften konnten nach einer kleinen Siegerehrung für die Wertung der Landesverbände die Heimreise doch noch einigermaßen frühabendlich antreten.

Die Resultate des Wettbewerbs in Brühl:

1.       WSV Speyer                    19 895  Punkte

2.       SV Cannstatt 1898 e.V.   18 280 Pkt.

3.       SSG Saar Max Ritter         17 112  Pkt.

4.       SG Glems                         15 766  Pkt.

5.       SV Bietigheim                  15 387  Pkt.

6.       SSV Ingelheim 1966        14 775  Pkt.

7.       TG Biberach                     14 473  Pkt.

8.       Ludwigshafener SV 07    14 214  Pkt.

9.       Mainzer SV 01                  13 411  Pkt.

10.    SSV Offenbach                  12 858  Pkt.

11.    SV Hellas Brühl                 12 782  Pkt.

12.    SG Worms                        12 082  Pkt.

13.    SV Vaihingen                    10 443  Pkt.

14.    SV Nikar Heidelberg            9 692  Pkt.

 

Autor: Martin Statkiewicz

DMS Masters 2011 - Landesentscheid Hamburg/Schleswig-Holstein

16. Oktober 2011, Hamburg Dulsberg (25 Meter)

Hamburg Masters bei DMSM in Rekordlaune

Bei der diesjährigen DMS der Masters im neu gestalteten Landesleistungszentrum Dulsberg traten nicht nur sensationelle 23 Mannschaften (davon eine aus Schleswig-Holstein) aus 13 Hamburger Vereinen an, es wurden zudem auch drei neue deutsche Altersklassenrekorde aufgestellt. Am Ende hatte der SV Poseidon Hamburg mit 18436 Punkten die Nase vorn.

Nach einer halbjährigen Umbauphase im Dulsbergbad ging die Saison auch für die Hamburg Masters wieder los. Beim Landesentscheid zur DMS der Masters gaben sich wie schon im letzten Jahr erneut 13 Hamburger Vereine sowie die Mannschaft der Wasserratten Norderstedt am 16. Oktober 2011 ihr Stelldichein in der frisch renovierten Schwimmhalle. Allein der AMTV-FTV stellte vier Mannschaften. Geschwommen wurde auf Grund der zahlreichen Meldungen in drei Läufen je Lage.

Besondere Highlights gab es auch diesmal wieder:

Während Curt Zeiss (AK 80) vom AMTV-FTV in 0:46,34 Minuten knapp an einem Altersklassenrekord über 50 Meter Schmetterling vorbeischwamm, konnten ihn darüber zumindest die erschwommenen 1001 Punkte für seine Mannschaft hinwegtrösten.
Einen neuen deutschen Altersklassenrekord in der Altersklasse 25 stellte über 800 Meter Freistil in 9:18,65 Minuten Katharina Stephan vom Hamburger SC auf und erhielt dafür 1026 Punkte. Auch für ihre gute Zeit über 400 Meter Freistil in 4:29,13 Minuten „kratzte“ sie bereits an der 1000 Punkte-Marke. Für diese Zeit erhielt sie 986 Punkte in der Wertung.

Angela Delissen (im Zweitstartrecht für SV Poseidon) schwamm über die 200 Meter Rückendistanz in der Altersklasse 45 in 2:35,94 Minuten einen deutschen Altersklassenrekord und trug somit nicht unwesentlich zur Punktesammlung beim siegreichen SV Poseidon bei. Der Rekord brachte ihr 1023 Punkte ein und auch auf den beiden weiteren Strecken (100 Rücken und 200 Lagen) glänzte sie mit über 900 Punkten. Auch Dieter Seifert (AK 60) und Timo Nolte (AK 35, beide SV Poseidon) sammelten über 900 Punkte in Ihren Lagen.

Dass auch die Herren der Schöpfung zu Höchstleistungen gepusht werden konnten, präsentierten hier außerdem die Gäste aus Norderstedt eindrucksvoll.

Marc Ahrens stand den Frauen in nichts nach und schwamm über 100 Meter Schmetterling neuen deutschen Altersklassenrekord in der Altersklasse 20 in 0:55,13 Minuten. Sein Rekord bescherte ihm und seiner Mannschaft 1021 Punkte. Zwar war die 1000 Punkte-Marke auch bei seinen 50 Meter Schmetterling in greifbarer Nähe, jedoch reichte es nicht ganz, die 0:25,12 Minuten brachten ihm hervorragende 988 Punkte, seine 200 Meter Schmetterling in 2:05,95 Minuten noch 973 Punkte ein.

Nach dem ersten Abschnitt führte der SV Poseidon bereits mit knapp 1000 Punkten Vorsprung vor dem Hamburger SC 1 mit 8303 Punkten, gefolgt vom AMTV-FTV 1 mit 8215 Punkten auf Platz drei. Am Ende konnten die „Poseidonen“ ihren Vorsprung noch weiter ausbauen und siegten mit 18.436 Punkten vor dem Hamburger SC 1 mit 17075 Punkten auf Platz 2, dicht gefolgt vom AMTV-FTV 1 mit 17053 Punkten auf Platz drei.

Ein dickes Lob an das Ausrichterteam um Uwe Griem vom Wandsbeker Turnerbund, die es jedes Jahr wieder schaffen - auch durch den reibungslosen Ablauf - noch mehr Masters zu diesem tollen und in erster Linie spaßigen Wettkampf zu motivieren.

Text: Corinna Stöver
Fotos: Patrick Harke

Das siegreiche Masters-Team vom SV Poseidon Hamburg
Die Hamburger Masters-Fachwartin Anja Burmeister übergibt den Wanderpokal für die Hamburger Landesmeisterschaft der DMSM an Kurt Schaar, den Teamleiter vom SV Poseidon

DMS Masters 2011 - Landesentscheid Hamburg/Schleswig-Holstein

16. Oktober 2011, Hamburg Dulsberg (25 Meter)

3. Hamburger Landesentscheid Mannschaftswettbewerb Schwimmen der Masters mit gemeinsamer Qualifikation von Hamburg und Schleswig-Holstein für den 16. Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen der Masters am 16.10.2011 im LLZ Hamburg-Dulsberg...

… so lautete die Ausschreibung des Hamburger Schwimmverbandes als Veranstalter und des Ausrichters, dem Wandsbeker Turnerbund von 1861. Gefolgt sind dieser Ausschreibung dann 22 Mannschaften aus Hamburg und - traditionsgemäß als alleinige Vertretung des SHSV - die Mannschaft der Wasserratten Norderstedt.

„Wir sind mit unserem Ergebnis super zufrieden, zumal wir uns entschieden hatten, dass möglichst viele Aktive (14) an den Start gehen und in erster Linie die Mannschaftsleistung im Vordergrund steht und nicht die optimalste Punktzahl. Außer Marc hat niemand drei Strecken absolviert. Aufsteigen können wir sowieso nicht. Wir haben in diesem Jahr gegenüber dem letzten Jahr einen Platz gutgemacht - von acht auf sieben. Es waren auch mehr Mannschaften (23) als im Vorjahr am Start“, so schrieb mir Brigitte Goltermann.

Diese Mannschaftsleistung wies am Ende einen Punktestand von 13933 auf.
Fleißigster Punktesammler war Marc Ahrens, Altersklasse 20, der über alle Schmetterlingstrecken jeweils einen neuen Landesrekord aufstellen konnte. Und damit nicht genug, pulverisierte Marc über 100 Meter Schmetterling in 0:55,13 Minuten sogar den bislang vom Nationalmannschafts-Schwimmer Stefan Herbst (78, SSG Leipzig) gehaltenen deutschen Rekord, aufgestellt vor 9 Jahren mit einer Zeit von 0:55,52 Minuten am 07. Dezember 2002 in Schleswig-Holstein beim Weihnachtsschwimmen in Kiel.

Ein Deutscher Rekord kehrt auf Umwegen zurück nach Schleswig-Holstein.

Foto: Brigitte Goltermann
Text: Susanne Sailer-Lehrum

Die erfolgreiche Mannschaft der SG Wasserratten Norderstedt sagt den Nachbarn in Hamburg „Danke“ für die Möglichkeit der Teilnahme!

DMS Masters 2011 – Landesentscheid Hessen

9. Oktober 2011, Eschborn (25 Meter)

SCW Eschborn wurde souverän Hessischer DMS Mastersmeister

Dieses Jahr fanden die Hessischen Mannschaftsmeisterschaften der Masters am 09.10.2011 in Eschborn statt. Ausrichter war der SCW Eschborn, der die Veranstaltung sehr gut durchführte und sich auch um das Wohl der Masters mit leckeren Kuchen und herzhaften Speisen kümmerte. Dieses Jahr meldeten sich 16 Hessische Teams an. Das waren 2 Teams mehr als letztes Jahr.

Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Mannschaft des SCW Eschborn I - nach ihrem Erfolg vom letzten Jahr - wieder Titelambitionen hatte. Ein spannender 3-Kampf entbrannte dann auf den Plätzen 2 bis 4. Ständig wechselte die Führung. Aber auch die anderen Vereine hatten sich hervorragend vorbereitet. So herrschte eine sehr gute Stimmung im Bad und die Mannschaftskollegen wurden lautstark angefeuert.

Der erste Deutsche Altersklassenrekord fiel auch schon in WK 3. Katlin Volk (AK40, SCW Eschborn I) schwamm diesen über 50 Meter Rücken in 0:31,85 Minuten. Ihr Mann Uwe Volk (AK40), setzte den nächsten Rekord über 200 Meter Rücken in 2:11,50 Minuten. Ursula Fröhlich (AK 75, SCW Eschborn I) legte in ihrem 200 Meter Lagen Rennen nach und sicherte sich den Rekord in 4:02,43 Minuten. Haike Höler (AK75, SG Frankfurt) ging zweimal an den Start und schwamm in beiden Rennen einen Deutschen Rekord (100 Meter Rücken 1:51,10 und 50 Meter Schmetterling in 0:48,87).

Am Schluss siegte die 1. Mannschaft des SCW Eschborn mit 19.298 Punkten recht deutlich vor dem zweitplatzierten Team des SV Gelnhausen und der Mannschaft der SG Frankfurt.

Hier die Ergebnisse DMS Masters Hessenentscheid im Einzelnen:

  1. SCW Eschborn I                   19.298 Punkte
  2. SV Gelnhausen                     17.011 Punkte
  3. SG Frankfurt                         16.897 Punkte
  4. DSW 12 Darmstadt               16.720 Punkte
  5. SG Mittelhessen                    15.616 Punkte
  6. SG Wetterau I                       14.865 Punkte
  7. EOSC Offenbach                    14.862 Punkte
  8. SC Oberursel                         14.152 Punkte
  9. SCW Eschborn II                   13.833 Punkte
  10. Bad Homburger SC                13.462 Punkte
  11. Kelkheimer SC                       12.579 Punkte
  12. WF Fechenheim                     12.139 Punkte
  13. Erster Sodener SC                 11.690 Punkte
  14. SC Wiesbaden                       11.294 Punkte
  15. SKV Mörfelden                       12.231 Punkte
  16. SG Wetterau II                        7.554 Punkte

 Herzlichen Glückwunsch zu den starken Leistungen!

Astrid Hegemann
Mastersbeauftragte des Hessischen Schwimmverbandes

Fotos: Astrid Hegemann

Siegermannschaft aus Eschborn

Offene Landesmastersmeisterschaften des Schwimmverbandes Mecklenburg -Vorpommern

24. September 2011 , Neptunschwimmhalle Rostock (25 Meter)

Gemeinsam als SHSV-Masters zu Besuch bei unseren Nachbarn…

Der Wunsch oder die Idee, gemeinsam mit möglichst vielen SHSV-Masters einen auswärtigen Wettkampf zu besuchen, war schon länger in unseren Köpfen. Warum da nicht auf nachbarschaftliche Stippvisite gehen? Schließlich werden immer mehr Landesmeisterschaften offen ausgeschrieben, und jeder Veranstalter und Ausrichter  freut sich über Gäste aus anderen Landesverbänden, Schleswig-Holstein eingeschlossen.

Das galt ganz besonders für diesen Wettkampf, denn wie  mir Jan Gräfe, Vorsitzender des Schwimmausschusses des Schwimmverbandes Mecklenburg-Vorpommern berichtete, hatte diese Landesmeisterschaft das letzte Mal 2008 stattgefunden und musste seither mehrmals wegen zu geringer Meldezahlen abgesagt werden. Umso erfreulicher äußerte er sich angesichts der Teilnahme von Aktiven aus den benachbarten Landesverbänden Brandenburg, Sachsen und Schleswig-Holstein. So konnte der Ausrichter, die HSG Uni Rostock,  62 Teilnehmer mit 192 Einzelmeldungen und 15 Staffelstarts verzeichnen. Ein gelungenes Debüt für eine offene Ausschreibung und, wie mir Jan Gräfe versicherte, mit der Motivation einer Wiederauflage in 2012.  

Die Wettkampfstätte mit der Neptunschwimmhalle Rostock war absolut perfekt. Schnelles Wasser, elektronische Zeitmessung auf sechs Bahnen, das Kampfgericht wurde komplett gestellt, die ausgeschriebenen  Disziplinen mit allen 50 und 100 Meterstrecken und  den Stafffelstrecken 4x25 Meter Freistil, 4x50 Meter Freistil, 4x100 Meter Freistil und  4x25 Meter Lagen Mixed, stellten eine gute Bewährungsprobe für die bevorstehenden Deutschen Kurzbahnmeisterschaften dar, passte also gut in die Vorbereitung.

„Gemeinsam als SHSV-Masters zu Besuch bei unseren Nachbarn“ - so lautete das Motto für diesen Wettkampf. So habe ich im Vorfeld die interessierten Teilnehmer gesammelt, um möglichst große Fahrgemeinschaften bilden zu können. Schleswig-Holsteiner scheinen nicht so experimentierfreudig zu sein, sieben Wagemutige konnte meine Liste am Ende verzeichnen,  aller Anfang scheint schwer. Von diesen Sieben haben es dann Fünf nach Rostock geschafft. Ein Masterschwimmer konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht starten, ein weiterer, weil die verantwortlichen Vereinsvertreter seine Meldung schlicht vergessen hatten, aller Anfang ist schwer!

Gemeinsam haben wir dann vom Einschwimmen bis zum letzten Wettkampf viel Spaß gehabt und viele neue Kontakte mit den neu  entdeckten „Nachbarn“ geknüpft. Nach getaner Arbeit im schnellen Wasser von Rostock ging es dann vor der Heimreise gemeinsam zum Italiener, um verbrauchte Reserven mit Pizza und Pasta wieder aufzufüllen.

Und wo fahren wir das nächste Mal hin?

Mit Sicherheit wieder nach Rostock, wenn dieser Wettkampf 2012 wieder ausgeschrieben wird.

Susanne Sailer-Lehrum
Fachwartin Masters Schleswig-Holstein

Foto: Susanne Sailer-Lehrum

Entspannte Atmosphäre um das schnelle Wasser...

DMS Masters 2011 - Landesentscheid NRW

8.-9. Oktober 2011, Dortmund-Aplerbeck (25 Meter)

Wiking Herne siegt bei den NRW Mannschaftsmeisterschaften der Masters

Mit dreimal 1250 Punkten wurde Helga Reich belohnt für ihre Altersklassenrekorde über 100 Meter Schmetterling, 200 Meter Schmetterling und 200 Meter Lagen in der Altersklasse 75. Sie war die herausragende Schwimmerin beim NRW-Landesentscheid zum Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen der Masters (DMSM) in Dortmund-Aplerbeck.

21 Mannschaften waren nach Dortmund-Aplerbeck gekommen - genauso viele wie im letzten Jahr. Der Mannschaftswettbewerb wurde professionell von der SG Dortmund ausgerichtet. Vom Kampfgericht wirkungsvoll unterstützt, war es ein rundum gut gelungener Wettkampf.

Es siegte der SC Wiking Herne mit 19.969 Punkten vor dem Vorjahressieger der SG aus Dortmund (18.985 Punkte). Dritter wurde der Vorjahreszweite, die SG Mülheim, mit 18.772 Punkten. Den vierten Platz belegte die SG Wuppertal (17.011), Fünfter die 1. Mannschaft des SSF Bonn (15.498). Sechster die SG Essen (15.475), Siebter die zweite Mannschaft der SG-Dortmund (15.373), Achter TG Lage (15.035), Neunter das Duisburger Schwimmteam (14.930) und Zehnter die Warendorfer SU (14.332).

 

Helga Reich erzielte neben den drei deutschen Rekorden auch einen Europarekord und einen Weltrekord über 200 Meter Schmetterling. Mit insgesamt 3.750 Punkten aus drei Wettkämpfen trug sie entscheidend zum Sieg ihrer Mannschaft, dem SC Wiking Herne, bei. Ein weiterer deutscher Altersklassenrekord gelang Markus Reinhardt von der SG Dortmund über 800 Meter Freistil in der Altersklasse 50.

Neben Helga Reich und Markus Reinhardt überbot auch Gabriele Brkowski über 200 Meter Freistil in der Altersklasse 50 knapp die 1.000 Punktegrenze. Mehr als 900 Punkte erreichten Ragnar Stermann von der SG Mülheim für 100 und 200 Meter Rücken in der Altersklasse 45, Sabine Leiding, Duisburger Schwimmteam, über 50 Meter Freistil in der Altersklasse 40, Gabriele Brkowski über 100 und 400 Meter Freistil, Markus Reinhardt über 200 und 400 Meter Freistil und Manuela Schubert (AK 40, Warendorfer SU) über 100 Meter Freistil.

Monika Ziegler (AK 25, SG Mülheim) erzielte über 100 Meter Schmetterling mehr als 880 Punkte, ebenso Nadja Pfuhl (AK 35, SG Dortmund) über 200 Meter Rücken und Natalie Schwarz (AK 35, SG Mülheim) über 100 Meter Lagen.

Rainer Opitz
Sachbearbeiter Masters NRW

Fotos: Rainer Opitz

Nadja Pfuhl und Ragnar Stermann nach 200 m Rücken
Helga Reich
die dritte Siegermannschaft: SG Mülheim
die Siegermannschaft: SC Wiking Herne
Markus Reinhardt nach seinem Rekord

13. Europameisterschaften der Masters

Jalta/Kiew, 5.-9. September 2011

Auf nach Jalta ... aber auf eine etwas andere Art

Wer bei der LEN kam nur auf die Idee, die EM 2011 auf die Krim zu verlegen… Dort hinzukommen ist schon eine Herausforderung. Fliegen ok - aber das ist mit mindestens einer Zwischenladung und langen Aufenthaltszeiten auf den Flughäfen verbunden. Und ich hasse fliegen! 2009 habe ich gute Erfahrungen gesammelt mit einer Interrailtour zu den Masters Europameisterschaften in Cadiz, also warum nicht auch nach Jalta mit dem Zug reisen?

Dafür konnte ich mit Stefani Sonntag (SSL Vorspiel) sogar eine Mitreisende begeistern und so starteten wir Zwei am 1. September 2011 um 21 Uhr ab Berlin-Hauptbahnhof mit den ersten Problemen. Unsere Fahrkarte wies eine Wagennummer aus, der Zug nur Schilder in Kyrillisch mit den Zielorten. Jeder Wagen ein Kurswagen in eine andere ukrainische Stadt. Wäre schon gut den richtigen zu erwischen, doch wir reisten nur bis zu einem Zwischenhalt und kannten das Ziel unseres Kurswagens nicht. Da die Schaffnerin auch nur gebrochen deutsch sprach, waren wir lange unsicher, ob wir auch wirklich das richtige Ziel ansteuerten.

Diese Situation brachte uns jedoch nette Kontakte mit unseren Mitreisenden, Migranten die auf Besuch in ihre alte Heimat reisten - und deutsch und russisch sprachen. Nicht nur, dass die Sicherheit im richtigen Abteil zu sitzen uns entspannte, so hatten wir immer wieder Besucher, die uns Exoten kennen lernen wollten. Deutsche, die nicht fliegen, sondern mit dem Zug in die Ukraine reisen!

Nach der ersten Nacht waren wir schon in Ostpolen, das landschaftlich und von der Vegetation an Niedersachsen erinnert, jedoch spärlicher besiedelt ist. Kurze Zeit später waren wir an der ukrainischen Grenze. Ein Schreck, als die Grenzbeamten mit den Pässen den Zug verließen und der Zug weiterfuhr. Doch in einer nahen Zugwerkstatt endete der Ausflug und wir wurden Zeugen eines interessanten Schauspiels. Alle Radsätze wurden abmontiert, die Waggons mit riesigen Wagenhebern in die Luft gehoben, damit neue Radsätze unter den Zug gerollt und montiert werden konnten, weil die Spurweite in den ehemaligen Sowjetrepubliken breiter als in Zentraleuropa ist. Nach einer weiteren Stippvisite bei den "Grenzern" zum Pässe abholen, folgte die nächste Kuriosität. Im ersten Ort nach der Grenze hatten wir einen weiteren Aufenthalt von fast einer Stunde. Viele ältere und alte Frauen und Männer mit großen Taschen am Bahnsteig und dann auch im Zug. Sie verkauften selbst gekochtes Essen, Obst, Räucherwaren etc. an die Zugreisenden, die bis zu zwei Tage unterwegs sind.

Die Weiterfahrt durch die Ukraine bietet interessante Einblicke in ein unbekanntes Land mit zwei Gesichtern. Zum Einen die akkuraten Kleinstädte mit schön angelegten Bahnhofvorplätzen und prachtvollen Blumenrabatten. Zum Anderen, in den ländlichen Regionen, in weiten unbewirtschafteten Landschaften kleine Felder, die von Hand oder mit Pferdepflug beackert werden. Man fühlt sich in die vorindustrielle Zeit zurückversetzt.

Zum Abend erreichen wir Kiew. Auch hier, wie an den anderen Haltepunkten, ein langer Aufenthalt. Das verlängert die Reise erheblich: 1 Stunde Frankfurt/Oder, 1 Stunde Warschau, über 3 Stunden an der polnisch-ukrainischen Grenze, 1,5 Stunden in Kiew und 5 Stunden in Dnjeprpetrovsk, wo wir zum Glück unseren Umsteigepunkt hatten und 90 Minuten nach Ankunft mit einem anderen Zug weiter Richtung Simferopol reisten. Aber die Aufenthalte haben auch einem großen Vorteil: Verspätungen sind die Ausnahme.

In Kiew (Hauptstadt und größte Stadt der Ukraine) füllte sich der Zug für die zweite Nacht deutlich. Die Abteile, alles Schlaf-Liegewagen, die von den Langstreckenreisenden teilweise wohnlich mit Tischdeckchen und anderen Accessoires eingerichtet wurden, waren nun fast alle komplett mit drei Personen besetzt. Das Ziel der neu eingestiegenen Reisenden war Dnjeprpetrovsk, die drittgrößte Stadt der Ukraine, die von Kiew über Nacht bequem und preisgünstig per Zug zu erreichen ist.

Auch wir verließen am frühen Morgen in Dnjeprpetrovsk den Zug nach 33 Stunden, um weitere vier Stunden gen Simferopol zu fahren. Während dieser Reise drehte sich der vor uns sitzende Herr um und begann uns in fast akzentfreiem Deutsch auszufragen. Sein Vokabular umfasste allerdings keine sportspezifischen Ausdrücke, so dass die Beschreibung dessen, was wir in Jalta vor uns hatten, für Zuschauer sicherlich einiges Amüsement bedeutet hätte. Nachdem er verstanden hatte, dass wir zu einem Schwimmwettkampf fuhren, war er überzeugt davon, dass wir Referees, also Schiedsrichter sein mussten. Unser stetes Nein, "no referees" gipfelte in einem Telefonat besonderer Art. Wir lieferten auf Englisch, dass wir schwimmende Teilnehmerinnen seinen. Dieses wurde ohne englisches Verständnis ins Handy "nachgeplappert". Die angerufene Frau übersetzte ins Russische, was in einem strahlend leuchtenden Gesicht mündete. "Ah, Kristin Otto!" Was auch immer er nun von uns glaubte, wir hatten so etwas wie einen Heldenstatus erlangt, dem auch unsere Beteuerungen, dass wir weder Kristin seien, noch sie kannten, nichts mehr anhaben konnte.

Endlich, Simferopol war erreicht. Diesen Teil der Reise haben nun alle Teilnehmer der EM hinter sich bringen müssen: 80 Kilometer über die Landstraße nach Jalta. Wir wählten den Trolleybus auf der längsten Oberleitungslinienbusroute der Welt. Die langsamste motorisierte Art sich nach Jalta zu bewegen, war mit umgerechnet 1,20 Euro auch die Preiswerteste. Lehrreich obendrein, was Sitten in fremden Ländern angeht. Fahrkarten werden nicht im Bus, sondern an einem Kiosk gekauft. Die eroberten Sitzplätze mussten wir wieder räumen, weil diese nummeriert mit dem Fahrschein zugewiesen werden. Für die Rucksäcke mussten wir einen Aufpreis bezahlen, ohne dass es auch nur den Ansatz einer Lagermöglichkeit für diese gab. Der Trolleybus (wir hatten schon ein modernes Modell, auf den Straßen waren auch sehr antike Modelle zu sehen) war konditionell etwas schwach und schleppte sich jeden Anstieg im Schritttempo hoch. Ein Abbiegen führte meist zu einem ungeplanten Stopp, bei dem der Busfahrer ausstieg, dicke Handschuhe anzog und die Stromabnehmer erst einmal wieder an die Oberleitung anschloss, da sie herunter gefallen waren. Die entsprechenden Seilvorrichtungen waren an allen Bussen zu sehen. Auch hier wurden wir von einem netten Jugendlichen "betreut". Ab und zu übernahm er unsere Rucksäcke und zeigte uns - wortreich unterstützt - immer wieder rechts und links landschaftliche Specials. Da wir außer Bergen, Grün etc. nichts entdecken konnten und auch kein Wort verstanden, lächelten wir nett, schauten dem Fingerzeig nach und bedankten uns.

Endlich, nach fast 44 Stunden Reise, am Busbahnhof in Jalta angekommen, der leider fast außerhalb des Ortes liegt, stiefelten wir zu Fuß schwer beladen Richtung Zentrum, in der naiven Annahme, dass das große Hotel Yalta nicht zu übersehen sei. Das war der Eindruck den wir im Internet und den EM-Broschüren gewonnen hatten. Nach 30 Minuten gaben wir auf: kein Hotel zu sehen. Von den Gefragten mal nach links und mal nach rechts geschickt, entschlossen wir uns nun doch noch zu einer Taxifahrt, um die letzten Meter erfolgreich zu bestehen.

Am 3. September gegen 18 Uhr hatten wir dann nach 45 Stunden unser Ziel erreicht!

P.S. Auch nach Berlin zurück blieben wir der Eisenbahn treu. Unsere Route verlief diesmal nicht auf direktem Weg, sondern beinhaltete Sightseeing-Abstecher nach Odessa, Kiew und Lemberg (Lvov). Hier möchte ich nur eine Erfahrung erwähnen, "die man einfach einmal kennen gelernt haben muss" (O-Ton unseres Reisebürochefs): Von Simferopol wählten wir den Schlaf-Liegewagen der Holzklasse, den Platzkarten. Diesen stelle man sich als Großraumschlafwagen ohne trennende Abteiltüren vor und echt aus Holz. Zum Schlafen rollte man sich eine Matratze aus, die dann ein Minimum an Komfort bot. Warum die Toilette jedoch nur in bestimmten Zeitfenstern geöffnet hatte, die Öffnungszeiten hingen an der Toilettentür aus, erschließt sich uns bis heute nicht.

Als Fazit dieser Reise kann ich festhalten: Die Zugreise hatte nichts mit den Räubergeschichten zu tun, die wir im Vorfeld von vielen als Warnung mit auf den Weg bekamen. Die Menschen auf die wir trafen waren nett und hilfsbereit, ob wir eine gemeinsame Sprache fanden oder nicht. Einzig die Amtspersonen verhielten sich reservierter, dennoch gab es immer ein Ergebnis, das uns weiter half. Trotzdem ist eine solche Reise ohne Sprach- und Schriftkenntnisse ein Abenteuer.

Antje Horn, PSV Delphin 1889 Berlin

Antje Horn vor dem Freiwasserrennen in Jalta
An der Grenze zur Ukraine werden die Räder von den Waggons abgebaut, die Wagen in die Luft gehoben und neue Radsätze mit veränderter Spurbreite montiert.

1. Hamburger Freiwasserschwimmen

Regattastrecke Allermöhe (Dove Elbe) am 3. September 2011

Hamburg hat sein Freiwasserevent!

Am 3. September 2011 war es endlich so weit: bei göttlichem Wetter und besten Bedingungen (30 Grad Außen- und 19 Grad Wassertemperatur) ging das 1. Hamburger Freiwasserschwimmen auf der Regattastrecke in Allermöhe (Dove Elbe) zu Wasser. Fast 2 Jahre dauerten die Vorbereitungen - von den ersten Gesprächen über die Konzeption bis hin zur praktischen Umsetzung. Das Hamburger Organisationsteam um die Fachwarte Michael Schumann (Schwimmen) und Anja Burmeister (Masters) hat gute Arbeit geleistet.

Das Konzept sah zunächst nassforsch vor, das Freiwasserschwimmen bereits 2011 in der Hamburger Binnenalster zu veranstalten. Doch der Weg an den zentralen, von Veranstaltern heiß begehrten Ort in der Hansestadt ist verschlungen und manchmal auch steinig - er sollte langfristig, in Abstimmung mit vielen Beteiligten gegangen werden. Nach der Absage für die Binnenalster im Februar 2011 durch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, rückte die Dove Elbe ins Blickfeld - ein abgeschleuster Seitenarm der Elbe in unmittelbarer Lage am Naturschutzgebiet Reitbrook. Und es stellte sich heraus, dass mit dem Landesleistungszentrum Rudern und Kanu eine ideale Infrastruktur und allerbeste Voraussetzungen für ein Freiwasserschwimmen gegeben waren. Umkleiden und Toiletten für die Teilnehmer, Organisationsbüro, Anmeldung, Startbeutelausgabe, Arzt und DLRG waren im Gebäude des LLZ perfekt untergebracht.

Die Zusammenarbeit mit dem Landesruderverband war ausgesprochen angenehm und förderlich. Der Hamburger Landestrainer Rudern, Bernd Nennhaus, hat viel Erfahrung mit Veranstaltungen und stand uns Schwimmern beratend beiseite. Das Genehmigungsverfahren im Bezirksamt Bergedorf lief reibungslos, hier wurde das Schwimmprojekt ebenfalls gut beraten und gefördert. Wir bewegten uns auf eingetretenen Pfaden - das war gut, denn es blieb wenig Zeit. Anfang Juli hatte das Hamburger Sportamt die Finanzierung des Projekts zugesagt. Das war natürlich eine großartige Nachricht, für die Vorbereitung aber blieben nur zwei Monate - und das mitten in den Sommerferien.

Das Organisationsteam legte los und fand, neben der großzügigen Förderung der Stadt Hamburg, weitere wunderbare Partner und Unterstützer, darunter der Hamburger Triathlonausstatter  Trionik (stiftete Badekappen, Starterbeutel, Preise für die Sieger), der langjährige Partner des Hamburger Schwimmverbandes Jo Busse (stellte Polos für Helfer), der Obstgroßhändler Marker Obst (spendete Äpfel und Bananen), der Blumengroßhändler Rosen Heitmann (spendete Rosen für alle Teilnehmer). Die Firma Nitzbon stiftete Urkunden und Postkarten für den Hamburger Schwimmverband. Medial begleitet wurde die Veranstaltung von der Internetplattform swim.de - so machte die frohe Kunde des 1. Hamburger Freiwasserevents flugs die Runde und wurde bundesweit zur Kenntnis genommen.

Zum Sportlichen: geschwommen wurde auf den Bahnen der Regattastrecke in einem Rundkurs von 1.250 Metern. Im Angebot waren ein 500 Meter Schnupperschwimmen, die Strecken 1250, 2500 und 5000 Meter im Einzel sowie die 4 x 1250 Meter Staffel. Der erste Start ging um 10 Uhr ins Wasser, die Veranstaltung dauerte sechs Stunden. Die Meldezahlen waren angesichts der kurzen Vorbereitung gut: 257 Einzelstarts und 10 Staffeln wurden gemeldet, das Ziel erreichten: 18 Schwimmer über 500 Meter, 47 über 1.250 Meter, 78 über 2.500 Meter und 58 über 5.000 Meter, 10 Staffeln und 6 Special Olympics, die mit eigener Ausschreibung am Freiwasserschwimmen teilnahmen und in Hamburg ihre ersten bundesweiten Meisterschaften im Freiwasser ausgetragen haben.

Das Teilnehmerfeld war bunt und breit gestreut, eine vielseitige Mischung aus Leistungsschwimmern, Mastersportlern, Triathleten und Jedermann-Schwimmern. Die Verbandsgruppen TG1 und TG2 des Hamburger Schwimmverbandes nahmen geschlossen an der Veranstaltung teil, für viele war es der erste Kontakt mit dem Freiwasser. Das Swim-Team Elmshorn um Trainer Bernd Berkhahn war dabei, es ist eines der besten Freiwasserteams in Europa, was der Veranstaltung besonderen Glanz verlieh. Neben der deutschen Vizemeisterin aus Rostock über 5 Kilometer, Lena-Sophie Bermel (Swim-Team Elmshorn), oder dem Sechstplatzierten der Jugendeuropameisterschaften über 100 Meter Rücken, Max Claussen (SG HT16), waren auch bei den Masters erfolgreiche Schwimmer am Start, zum Beispiel der vielfache deutsche Meister Peter Kalmar (AK 75, SG Hamburg West). Auch die Triathleten waren prominent vertreten, zum Beispiel mit Oliver Bergmann, dem Weltmeister in der ITU Langdistanz von 2005 und Sieger des Hamburger Jedermann-Triathlons über die Olympische Distanz 2010.

Prominentester Besucher des  1. Hamburger Freiwasserschwimmens war der Hamburger Senator für Inneres und Sport, Michael Neumann, der die Veranstaltung vor Beginn des ersten Starts feierlich eröffnete. Er blieb eine ganz Stunde, beobachtete das Finish des ersten Rennens, sprach mit den Sportlern und ehrenamtlichen Helfern. Der Landesruderverband Hamburg wurde vom Vorsitzenden Klaus Harder vertreten, der Zweite Vorsitzende Sport, Thomas Schmidt, vertrat den Hamburger Schwimmverband. Aus Oldenburg angereist war Tjark Schröder - in Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften im Freiwasser 2013, die auf der Regattastrecke im Sportpark Wedau in Duisburg ausgetragen werden, konnte sich der Vorsitzende des DSV-Schwimmausschusses das Schwimmen auf einer Ruderstrecke in Hamburg genauer anschauen. Außerdem als Zuschauerin in Hamburg dabei: Gabi Dörries, die Landesschwimmwartin aus Schleswig-Holstein. Ihr Sohn, Florian Dörries, trainiert in den Hamburger Verbandsgruppen und wurde Gesamtsieger über 2500 Meter.

Wunderbar moderiert wurde die Veranstaltung von Peter Wichert, dem Freiwasserspezialisten aus Brandenburg, gemeinsam mit Kai Steinbrunn, dem Spitzensport-Kenner aus Hamburg. Es war das erste Mal, dass die beiden Top-Moderatoren zusammen auftraten, und sie warfen sich die Bälle zu. Das Besondere an Peter Wichert ist seine unmittelbare Art im Umgang mit Aktiven und Besuchern, in seinen Interviews kommt er der Erfahrungswelt Aktiven sehr nahe und vermittelt das Besondere des Freiwasserschwimmen auch einem Publikum, das so etwas noch nie gesehen hat.

Die Wettkämpfe liefen unter der professionellen Leitung von Schiedsrichter Hans-Ulrich Arndt, dem Fachwart für Kampfrichterwesen und Freiwasserspezialisten aus Schleswig-Holstein. Der Hamburger Kampfrichterobmann Uwe Griem führte im Rahmen der Veranstaltung eine Kampfrichterausbildung für Freiwasser durch, damit die Hamburger Kampfrichter in den kommenden Jahren bestens für eine wachsende Veranstaltung aufgestellt sind. 16 Kampfrichter waren im Einsatz, 27 Lebensretter, Arzt und Sanitäter der DLRG sowie 40 ehrenamtliche Helfer aus den Hamburger Vereinen kamen hinzu.

Das Feedback der Teilnehmer und Besucher war durchweg positiv, auch wenn die Veranstaltung ganz klar Anfängerfehler aufwies. So haben die Organisatoren für die Zukunft an der Streckenführung zu arbeiten, die sollte auch im Vorwege veröffentlicht werden. Der Ergebnisdienst lief im Hintergrund holperig, was Auswirkungen auf Moderation und Siegerehrungen hatte, und die Wertungsklassen sollten in Zukunft klar definiert werden und auch eine Neoprenwertung zulassen. Aber es gab auch viel Lob für die Organisation. In Hamburg ist man bereits dabei, Lob und Kritik zusammen zu tragen und auszuwerten, denn im nächsten Jahr soll das 2. Hamburger Freiwasserschwimmen ausgetragen werden. Schön wäre es, eine Meisterschaft nach DSV-Norm mit einem Jedermann-Schwimmen zu verbinden. Mit einer Jahr für Jahr wiederkehrenden und wachsenden Veranstaltung können wir den Schwimmsport in seiner Breite fördern, das heißt von Leistungs- bis zum Freizeitsport und über alle Generationen hinweg.

Autorin: Angela Delissen
Fotos: Patrick Harke

Harte Kerle beim Hamburger Freiwasserschw.
Landestrainer Tobias Heinrich mit Schwimmer
P. Wichert & Sportsenator Michael Neumann
Start zum 1. Hamburger Freiwasserschwimmen

NRW Landesmeisterschaften Freiwasser

Duisburg, Regattastrecke Sportpark Wedau, 9.-10. Juli 2011

Wer meint, Schwimmen sei so einfach: Hinfahren, rein springen, schwimmen, abtrocknen, fertig – dem sei gesagt, es passiert so allerlei Ungeplantes. Mit anderen Worten: Es rankt sich fast immer eine Geschichte um einen Wettbewerb.

1. Hinfahren

Wer ahnt denn, dass es in Duisburg, dem Wettkampfort, zwei Kruppstraßen gibt. Mein Navi schickte mich natürlich zur falschen. Himmel nochmal, da sah es überhaupt nicht nach Regattakanal aus. Noch hatte ich genügend Zeit und bekam keine Panik. Den seltenen Fußgängern am frühen Samstagmorgen den Prospekt mit Bild von der Strecke gezeigt. Schock, die schüttelten alle den Kopf und wussten keinen Rat.

Eine Autofahrerin meinte dann, ach ja, da müsse ich wieder auf die Autobahn, das sei da und da. Angeblich gut ausgeschildert. Angeblich. Ich endete wer weiß wo und nun wurde es zeitlich langsam eng. Ich dachte an meinen Heimatverein und wie man sich dort auf die Schenkel klatschen würde, wenn der Schwimmer wieder einmal seinen Start verpasst hätte.

Zig Leute gefragt, zigmal eine verständnislose Auskunft bekommen, bis schließlich eine Autofahrerin eine Erleuchtung hatte und mir sagte, ich möge hinter ihr herfahren. Sie brachte mich in die richtige Gegend, aber noch war ich nicht am Startort. Als ich schließlich mit einem Pulsschlag, der sicher dem während eines Wettkampfes entsprach, Auto irgendwo provisorisch abgestellt, zum Start gehetzt kam, waren die männlichen Schwimmer gerade losgeschwommen. Rien ne va plus, meinten sie alle.

Ich bittelte und bettelte und bat, man möge mich doch bei den fünf Kilometern der Frauen, die zwei Stunden später dran waren, starten lassen. Nach vielem guten Zureden und meinem Argumentieren, dass ich ja nichts könne für zwei Kruppstraßen in einer Stadt, und wohl auch wegen der Überlegung, dass dadurch niemand zu Schaden käme, hat man mir den Start bei den Frauen erlaubt.

2. Frauen nicht unterschätzen

Eine Schwimmerin ähnlichen Alters, aber viel länger "im Geschäft", hat sich von Beginn des Rennens nicht nur an mir orientiert, nein, sie schwamm so lange parallel, dass ich schließlich ihren Versuchen mich zu überholen nachgab. Aber nur weil ich dachte, du wirst schon noch einbrechen und dich werde ich vor dem Ziel noch wiedersehen.

Denkste. Die Dame hielt das zu meiner Verwunderung bzw. Bewunderung durch, hatte schließlich drei Minuten Vorsprung vor mir heraus geschwommen. So kann Mann sich täuschen.

Für mich reichte es dennoch zu einer hübschen gezackten Goldmedaille in den Umrissen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen: 1 Stunde und 47:50,00 Minuten  für die 5 Kilometer bedeuteten Altersklassensieg eines Hessen bei den NRW-Freiwassermeisterschaften.

3. Kleingedrucktes lesen

Am Sonntag fand dann ein Rennen über 2,5 Kilometer statt, für das man sich noch spontan anmelden konnte. So ganz spontan aber auch wieder nicht. Meldeschluss eine Stunde vor dem Start, stand im Kleingedruckten, das ich überlesen hatte. Zum Glück fand ich noch andere, die das Kleingedruckte auch nicht beachtet hatten und so schafften wir es gemeinsam, noch eine halbe Stunde vor Start angenommen zu werden. Man sieht, ich habe mich von Ausnahme zu Ausnahme gehangelt.

4. Über 2,5 Kilometer volle Power

Die Strecke kannte ich nun vom Vortag. Und ich wusste auch was passiert, wenn man nicht bis an seine Schmerzgrenze geht - schwimmerisch meine ich.  Und so bin ich das Rennen über 2,5 Kilometer ganz anders angegangen, gleich volle Power - mit dem tröstlichen Gedanken: Es ist ja nur die Hälfte der Strecke von gestern.

Nachdem die schnellen, jugendlichen Schwimmer vorbei waren, ließ ich keinen der Gegner, die mich noch bedrängten, mehr vorbei. Im Gegenteil, ich konnte mit verbissener Genugtuung noch überholen. Am Ende hatte ich in persönlicher Bestzeit von 49:24,52 Minuten die zweite Goldmedaille erschwommen.

5. Höhepunkt der Duisburger Pleiten, Pech und Pannen

Erschöpft durchs Ziel geschwommen, alles gegeben und von oben kommt der Zuruf der Schiedsrichterin, wenn ich gewertet werden wolle, dann müsse ich noch einmal um die vorletzte Eckboje (ca. 200 Meter entfernt) herum schwimmen, die hätte ich nämlich ausgelassen und würde ansonsten disqualifiziert. Ich dachte, ich höre nicht recht. Alles Diskutieren half nichts, von oben guckten sie mich alle an wie man auf einen armen Sünder herab blickt. Ich schwamm stracks quer über den breiten Kanal auf die andere Seite, wo vier DLRG-Leute saßen, die diese Eckboje im Auge hatten und befragte sie, was sie gesehen hätten. Ich hätte alle Eide geschworen, dass ich die Boje richtig umschwommen hatte.

Auf der Strecke zwischen den großen orangen Eckbojen, die pflichtmäßig außen zu umrunden waren, waren in größeren Abständen kleine rote Bojen angebracht zur Orientierung für die Ideallinie (die direkte Linie zwischen zwei Eckbojen). Die hatten wohl gesehen, dass ich die Eckboje richtig umschwommen hatte, sahen dann aber, was auch richtig war, dass ich die Ideallinie kurzzeitig verlassen und einen kleinen Bogen innerhalb der kleinen Bojen geschwommen war.

Solch ein Abweichen von der Ideallinie ist unschädlich, weil es sich nur zum Nachteil des Schwimmers auswirkt. Maßgebend ist die richtige Umrundung der Eckbojen. Die DLRG-Leute meldeten per Sprechfunk, dass ich einen Bogen innerhalb der kleinen roten Bojen geschwommen habe und verstanden hatte man drüben, ich habe eine Eckboje ausgelassen.

Ich mache es jetzt kurz. Das ganze Theater dauerte gut eine halbe Stunde. Schließlich kam die Schiedsrichterin und sagte mir, es sei alles geklärt, alles in Ordnung und ich brauchte jetzt sicher einen Schnaps. Nicht einen, sagte ich ihr, drei wenigstens. Denn das hatte mich wirklich mitgenommen: Zu schwimmen bis zur Erschöpfung und dann gesagt zu bekommen, ätsch, ätsch, war nichts.

Der Schiedsrichterin war ich schließlich dankbar, dass sie so souverän war und nach nochmaligem Befragen der Beteiligten ihre erste Entscheidung revidiert hat.

Jürgen Müller-Wolff
Masters-Schwimmer des Neptun Rotenburg

Schwimmer-Autor Jürgen Müller-Wolff (Foto: Michael Prüfert)

Berliner Schwimm-Verband – erste Fortbildung für Trainer im Mastersbereich

25. Juni 2011, Sportforum Höhenschönhausen (Olympiastützpunkt)

Erstmals bot der Berliner Schwimm-Verband in diesem Jahr vor der Sommerpause im Rahmen seiner Fortbildungen zum Lizenzerhalt für C- und B-Trainer im Schwimmen ein Seminar für den Mastersbereich an: Wolfgang Jarmer und Sabine Schulz, beide im PSV Delphin 1889 Berlin als Trainer und Aktive mit der Materie vertraut, referierten über mastersspezifische Aspekte in der Trainingsgestaltung.

Als Schwerpunkte standen die Begriffe „Belastbarkeit“ und „Intensitäten“ im Mittelpunkt und wurden in einer abschließenden Praxiseinheit von den Teilnehmern selbst getestet. Dabei stellte sich die Aufgabe, die ermittelten Schwimmintensitäten von 70 bis 90% – ausgehend von den persönlichen Leistungen – unter Zeitkontrolle umzusetzen als nicht immer einfach heraus! Die Gratwanderung zwischen ausreichenden Belastungsreizen zur Leistungssteigerung bzw. zum Leistungserhalt und Überlastung mit den möglichen gesundheitlichen Folgeschäden für Mastersschwimmer wurde deutlich herausgestellt und anhand von Erfahrungen unter den Teilnehmern des Seminars diskutiert. Hier konnte Referent Wolfgang Jarmer als praktizierender Physiotherapeut zahlreiche Beispiele aus der täglichen Praxis schildern, was von den meisten als eigenständiges Thema für ein weiteres mastersbezogenes Seminar begrüßt werden würde.

Die positive Resonanz (die 20 Teilnehmerplätze waren nach Erscheinen des Lehrplans schnell ausgebucht) sollte die Verantwortlichen bestärken, auf diesem Teilgebiet weiter am Ball zu bleiben, und so hofft insbesondere auch Referentin Sabine Schulz, die sich im Berliner Schwimm-Verband um die Angelegenheiten der Masters kümmert, dass weitere Angebote im Mastersbereich folgen werden.

Sabine Schulz
Verantwortliche für Masterssport, Berliner Schwimm-Verband

Offene Masters- Landesmeisterschaften der Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen

7. Mai 2011, Universitätsschwimmhalle Leipzig (50 Meter)

Wir sind der Politik Meilen voraus. Kürzlich sprachen sich  die Ministerpräsidentin und die zwei Ministerpräsidenten der Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachen gegen eine Fusion der drei Länder aus. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, dass die Kleinstaaterei überwunden wird. Wir, die Schwimmer  der drei obigen Länder, haben die Landesgrenzen mit unseren Landesmeisterschaften inzwischen schon einmal beseitigt. Und wir fahren oder besser schwimmen gut damit.

Dass das Konzept, das bis 2001 zurückreicht, nun langsam aufgeht, zeichnete sich schon im vergangenen Jahr bei den Meisterschaften in Magdeburg ab. In Leipzig konnten 390 Teilnehmer aus 59 Vereinen begrüßt werden, die 1129 Einzelstarts und 81 Staffeln absolvierten. Das ist neuer Teilnehmerrekord. Darunter waren Schwimmer/innen  aus vier Vereinen Bayerns, aus zwei Vereinen Brandenburgs sowie jeweils eines Vereins aus Niedersachen und Berlin. Das Gros stellten die sächsischen Vereine mit insgesamt 231 Startern, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 89 und Thüringen mit 61 Startern.

Die Universitätsschwimmhalle, 1971 erbaut und 2004 renoviert und rekonstruiert, präsentierte sich in einem hervorragendem Zustand. (Übrigens fanden hier die 111. Deutschen Meisterschaften der offenen Klasse statt.) Der Präsident des Sächsischen Schwimm-Verbandes (SSV), Dr. Wolfram Sperling, ließ es sich nicht nehmen und eröffnete die Meisterschaften. Besonders bemerkenswert ist, dass  die Präsidentin des Schwimm-Verbandes Sachsen-Anhalt, Edda Kaminski, und auch der Präsident des Thüringer Schwimm-Verbandes, Hans-Jürgen Günther, anwesend waren. Das zeigt doch seitens der drei Verbände eine Wertschätzung dieser Veranstaltung.

Eine zunehmende Wertschätzung findet auch durch die teilnehmenden Schwimmer/innen statt. Nahmen in den vergangenen Jahren bei den einzelnen Ländermeisterschaften wenige „Masters-Spitzenkräfte“ am Wettkampf teil, verzeichnen wir nun als besonderen Pfiff auch die Teilnahme von Welt- und Europameistern. Spontan fallen dem Autor die Sportfreunde Werner Schnabel (1.Dresdner SG, AK75) und Jürgen Zimmermann (VfK Blau-Weiß Leipzig, AK 70) ein. Ich weiß, es müssten natürlich noch mehr aufgezählt werden. Alle nicht Erwähnten mögen mir verzeihen, aber ich habe nicht erst die Protokolle der vergangenen Jahre eingesehen.

Den geneigten Leser möchte ich nicht mit zu vielen Einzelergebnissen langweilen, die können den Protokollen auf den Homepages der Verbände nachgelesen werden. Erwähnen möchte ich jedoch die herausragenden Ergebnisse dieser Meisterschaften: Saskia Donat (SSG Leipzig, AK 20), 50 Meter Schmetterling in 0:27,88 Minuten (Deutscher Rekord), Stefan Herbst (SSG Leipzig,  AK 30), 50 Meter Rücken in 0:26,02 Minuten (Weltrekord) und 100 Meter Rücken in  0:56,55 Minuten (Weltrekord), Werner Schnabel (1.Dresdner SG, AK75), 200 Meter Freistil in 2:41,58 Minuten (Deutscher Rekord), Gisela Schöbel-Grass (MoGoNo Leipzig, AK85), 200m Rücken in 4:39,60 Minuten (Deutscher Rekord), Gottfried Kläring, Jürgen Schubert, Joachim Herold und Harald Müller (SSV Leutzsch, AK H), 4 x 50 Meter Lagen in 3:14,00 Minuten (Europarekord). 

Die Veranstaltung kann als rundherum gelungen bezeichnet werden, auch wenn sie von morgens 10.00 Uhr bis abends 20.00 Uhr gedauert hat. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Wettkampfrichtern, dem Sprecher und dem durchführenden Postschwimmverein Leipzig. Und im nächsten Jahr schwimmen wir in Gera.

Günter Schmeißer
Fachwart BFG/Masters des SSV

2. Internationaler Berlin-Masters-Cup 2011

14.-15. Mai 2011, Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark Berlin (50 Meter)

Nach der erfolgreichen Premiere 2010 konnte der Berliner Schwimm-Verband am 14. und 15. Mai 2011 erneut 57 Vereine zum 2. internationalen Berlin-Masters-Cup in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark an der Landsberger Allee begrüßen. Teilnehmer aus Russland, Tschechien, Ungarn, Irland und der Schweiz sorgten für das internationale Flair und ein interessantes Konkurrenzfeld zusammen mit den deutschen Sportlern, die aus 11 Bundesländern zusammengekommen waren.

Mit 900 Starts war das Berliner Organisationsteam in Anbetracht einiger leider zeitgleich an diesem Wochenende stattfindenden Veranstaltungen in den angrenzenden Bundesländern durchaus zufrieden und bleibt guter Hoffnung, dass der Masters-Cup sich in den Folgejahren fest im Schwimmkalender der Masters etablieren wird.

Angeboten werden auf der 50 Meter-Bahn mit modernster Zeitelektronik neben den üblichen 50 und 100 Meter-Strecken auch 200 und 400 Meter, welche im Übergangsmonat Mai mit dem Wechsel von den Langstrecken auf die kürzeren Distanzen von vielen Masters nochmal gern im Programm bestritten werden.

So schwamm Dr. Barbara Gellrich von der SG EWR Rheinhessen-Mainz über 400 Meter Freistil einen neuen Deutschen Rekord und Europarekord in der Altersklasse 50 sowie einen Deutschen Rekord mit der Angangszeit über 200 Meter Freistil in 2:23,89 Minuten und erzielte damit die punktbeste Einzelleistung bei den Frauen (1121 Punkte).

Bei den Männern gelang Julius Feicht vom Berliner TSC in der Altersklasse 90 der gleiche Coup: Deutscher Rekord und Europarekord über 400 Meter Freistil in 9:43,35 Minuten, mit der Angangszeit über 200 Meter Freistil (4:46,35) stellte er einen neuen Deutschen Altersklassenrekord auf und erntete großen Beifall.

Als Dritte im Bunde der Rekordschwimmer beeindruckte Brigitte Merten (SG Neukölln) über 100 Meter Schmetterling in 1:27,87 in der Altersklasse 65, was neuen Deutschen Rekord und Europarekord bedeutete. Zudem stellte sie noch den Deutschen Rekord über 50 Meter Rücken von Christel Schulz (SG Einheit Rathenow) in 0:41,58 ein.

Der Masters-Cup für die Mannschaftswertung blieb in Berlin und wurde nach dem Vorjahreserfolg vom Team des Berliner TSC souverän verteidigt. Die Sportler siegten mit 390 Punkten vor den Mannschaften des SC Humboldt-Uni Berlin (288 Punkte) und des SV Berolina (250 Punkte). Besonders die Pokale in den Staffelwertungen waren heiß begehrt und sorgten bei den Siegerehrungen für so manches Fotoshooting.

Nach zwei Wettkampftagen waren die Organisatoren vor Ort – Michael Zimmer (stellvertretender Fachwart Schwimmen im Berliner Schwimm-Verband) und Sabine Schulz (Verantwortliche für den Mastersbereich) – zwar geschafft, aber auch zuversichtlich, dass sich auch im nächsten Jahr wieder viele Aktive aus der großen internationalen „Masters-Familie“ zum 3. Internationalen Berlin-Masters-Cup 2012 zusammenfinden werden (voraussichtlicher Termin: 5./6. Mai ).

Sabine Schulz
Verantwortliche für Masterssport, Berliner Schwimmverband

Berliner TSC - Mannschaftssieger 2011
Organisatoren Sabine Schulz und Michael Zimmer

Unsere Partner

Vereinsfinder


 
 

Portrait

Brigitte Merten
Masterssportlerin

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